Aligner Systeme und CMD?

Selten, aber regelmäßig werden wir gefragt, was wir von sogenannten Aligner Systemen halten.

Die Antwort ist folgende:

Wenn man Aligner Systeme fügr das einsetzt, wofür sie gedacht sind und der Patient weiß, worauf er sich da einlässt, sind derartige Behandlungsmittel akzeptabel.

Was aber nicht akzeptabel ist, wenn den Patienten vorgegaukelt wird mit Aligner Systemen können man eine CMD Behandlung durchführen.

Am Besten liest man diesen Artikel aus der Fachzeitschrift ZMK:

https://www.zmk-aktuell.de/fachgebiete/allgemeine-zahnheilkunde/story/korrektur-von-maessigen-bis-starken-engstaenden-im-frontzahnbereich-mittels-schienentherapie__718.html

Man muss sich bei Aligner Behandlungen vergegenwärtigen, dass der typische Indikationsbereich in Stellungsveränderungen im Frontzahnbereich liegt.

Und wenn man es genau liest, dann wird bei diesen Systemen davon ausgegangen, dass der Biss des Patienten vor der Aligner Behandlung nicht stimmt und nach der Behandlung ebenfalls nicht stimmt, aber besser aussehen kann.

Denn deshalb spricht man dann von einer Dauerretentionsphase. Bedeutet auf deutsch, dass die Zähne, dort wo man sie mit diesen Alignerschienen hingestellt hat, aus funktionellen Gründen, nicht von alleine stehen bleiben werden. Um nun aber eine Rückbewegung der korrigierten Zähne, möglicherweise in die alte schiefe, aber dafür funktionell stabile Situation zu verhindern, wird eine Dauerretention, in Form einer sogenannten Retentionsschiene oder aber durch aufgeklebte Dauerretainer erbracht.

Kurzum, wer kann das machen?

Patienten, die funktionell keine Probleme haben und mehr Ästhetik im Frontzahnbereich wünschen und sich über die Langzeitbehandlung im Klaren sind.

Patienten, die ein funktionelles Problem haben sind hier vollkommen falsch.

Behandler, die ihren Patienten suggerieren mit Alignersystemen könne man eine CMD behandeln, offerieren ganz offensichtlich etwas, das nicht funktionieren kann und auch nicht funktionieren wird.

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