"Rien ne vas plus": Wie man inzwischen Zahnärztin werden kann ohne einen Schulabschluß zu besitzen.
Wir versuchen zumindest unsere Patienten darüber zu informieren, wie heute schon der Alltag in deutschen Arzt- und Zahnarztpraxen ausschaut und sich demnächst weiter ins Negative entwickeln wird.
Hierzu ein aktueller Bericht aus Pinneberg.
Es erübrigt sich nicht nur jeder Kommentar in der Sache, sondern bestätigt zudem das, was wir unseren Patienten seit längerer Zeit raten.
Wenn Sie komplexere Behandlungen benötigen, und das ist bei CMD-Patienten immer der Fall, dann sollten Sie es machen lassen, so lange noch fachkundige Praxen zur Verfügung stehen, die dann auch zu liefern vermögen.
Man mag es langsam nicht mehr sagen, aber eben so lange die "Alten weißen Männer noch da sind".
Viele Altpraxen konnten es schon bisher nicht und werden es, unter den o.a. Umständen, demnächst erst recht nicht mehr hinbekommen.
Das ist die Wahrheit und nicht unsere Wahrheit.
Übrigens ganz am Rande und möglicherweise bisher nicht durchdacht.
Erfreulicherweise konnten schon zuvor qualifizierte Zahnarzthelferinnen, die mit einem Schulabschluss in den Beruf der Zahnarzthelferin eingestiegen waren, nach 5 Jahren und entsprechenden Prüfungen ein Studium der Zahnmedizin aufnehmen. Per se eine gute Sache, fanden wir.
Nun, so scheint es möglich, da man inzwischen auch ohne Schulabschluss eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin beginnen kann, scheint es durchaus im Rahmen des Möglichen zu liegen, dass man am Ende Zahnmedizin wird studieren können, auch wenn man nicht einmal einen Schulabschluss besitzt.
Das ist besonders deshalb bemerkenswert, weil Zahnmedizin einmal den niedrigsten Numerus Clausus besaß, den man als Abiturient benötigte, um Zahnmedizin studieren zu können. Der Verfasser dieses BLOGS vermag ein Lied davon zu singen und musste 1984 über die Bundeswehr ein Studium aufnehmen und in der Gegenleistung für das Studium der Bundeswehr danach als Zahnarzt zur Verfügung stehen. Das war zumindest im Rückblich betrachtet ein tolles Geschäft, konnte sich der Verfasser doch in dieser Zeit umfangreich fortbilden und das neu Gelernte dann im Praxisalltag ausprobieren.
Also, vom einstigen Elitefach der Nation nunmehr auf den Grabbeltisch der Studienlandschaft.
So kanns gehen und dann glauben Sie, liebe CMD-Patienten, dass Ihnen morgen noch Jemand mir Ihren komplexen CMD-Problemen helfen kann?
Ob wir dann am Ende dieser Entwicklung wieder zurück zu dem ursprünglichen Beruf des Baders zurück gelangen, dem Vorgänger des heutigen Zahnarztes der einst Zähne entfernt hat, wird man sehen.
Vielleicht kommt auch der Dentist zurück, der Zahnarzt mir dreijähriger Lehre. Alles schon dagewesen und muss nur reaktiviert werden. Das hat damals auch funktioniert.
Apropos: Der letzte in Deutschland ausgebildete Dentist war der Praxisvorgänger des Verfassers dieses BLOGs!
Am Ende bleiben das alles Versuche Defizite zu beseitigen, die eben nicht mehr zu beseitigen sind.
Deutschland ist ein Land im Niedergang und jeder der das begreift und daraus seine Schlüsse zieht ist auf dem richtigen Weg.
Den anderen kann man sowieso nicht helfen. Und wer glaubt die Politik wirds schon richten, der sollte sich gleich begraben lassen.
Deshalb bleiben wir bei unserem Rat:
Wenn Sie eine CMD-Behandlung durchführen lassen wollen, dann sehen Sie zu, dass Sie noch einen fachkundigen Behandler finden, der über fachkundiges Personal verfügt und über die dazugehörige Zahntechnik.
Im MVZ und der innovativen PZR Praxis mit Computeranschluss werden Sie es vermutlich nicht finden.
Also, lassen Sie sich so versorgen, dass es möglichst über Jahrzehnte, vielleicht bis zu Ihrem Lebensende hält.
Alles andere ist dentales Roulette!
Ansonsten gilt: "Rien ne va plus"
Den gelegentlichen Patientinnen, die uns am besten in meterlangen, nächtlich erstellten E-Mails, erzählen wollen, wie mans angeblich machen müsste, rufen wir inzwischen hinterher:
"Fröhliches Leiden bis ans Ende deren Tage!" und "Guten Flug"
Wir hören uns diesen Quatsch einfach nicht mehr an, denn wir liefern seit über 35 Jahren und wissen, was wir tun.
Unsere langjährigen Patienten übrigens auch.


