Nichts Neues mehr aus Kiel?
Der Eine und der Andere wundern sich, dass wir uns zu den Entwicklungen in der Medizin und hier insbesondere im Bereich der CMD-Behandlungen nicht mehr äußern!
Sie wundern sich zurecht und doch ohne jeden Nutzen.
Betrachten Sie einfach mal das Bild in der aktuellen Verbandstzeitung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.
Sie lesen dort von YOGA; Instagram, Tiktok und anderen Errungenschaften der Neuzeit.
Das ist Zahnheilkunde 2026 und es wäre vollkommen verkehrt sich gegen diesen Trend zu stellen. Man würde einfach überrollt.
Das bedeutet nur eben nicht, dass der Trend richtig ist, nur weil er aktuelle und zeitgemäß erscheint und bestimmten Welt-Anschaungen hinterher läuft.
Wir beobachten die Entwicklungen in der Zahnmedizin nur noch, kommentieren sie aber nicht mehr, weil das genauso sinnlos ist, wie sich zu den Entwicklungen in Politik und Gesellschaft zu äußern.
Wir haben unsere Beobachtungen in der Vergangenheit oft genug geschildert und nehmen nicht nur wahr, dass die Vermutungen eintreffen, sondern viel schneller und viel wirkmächtiger eintreten, als von uns vermutet.
Wer es als CMD-Patient oder möglicher CMD-Patient noch nicht begriffen hat, dem werden auch weitere Hinweise unsererseits, keinen Erkenntnisgewinn erbringen.
Die Zukunft in der Funktionszahnmedizin wird anders werden, aber nicht besser.
Ging man früher zur Fortbildungen, um sich neue handwerkliche Techniken anzueignen, Materialien kennen zu lernen und neue Konzepte zu ergründen, so geht es heute immer mehr darum, wie man sich als Zahnarzt nach außen hin darstellt, wie man dem Patienten Argumente vorträgt und sich möglichst unangreifbar im Mainstream bewegt.
Um das eigentliche Thema, die Beschwerden funktioneller Erkrankungen, geht es oftmals, zunehmend fast gar nicht mehr, nur noch nachrangig.
Das alles bedeutet aber nicht, dass alles so bleiben sollte, wie es ist, nur laufen die langjährigen Entwicklungen auch in unserem Bereich in die vollkommen falsche Richtung und daran verdienen eben wiederum viele, die ein Interesse daran haben, dass diese Entwicklungen andauern.
Im Bereich der Medizin implodieren inzwischen ganze Fachbereiche und Spezialisierungen, auch wenn man den Eindruck gewinnt den CMD-Spezialisten gäbe es an jeder verfügbaren Ecke. Von 3 Praxen, die in Schleswig-Holstein zur Übergabe anstehen, werden zwei Praxen geschlossen und eine Praxis weiter betrieben
Die einzige Möglichkeit, die es noch gibt und schon lange gab, ist sich selbst eine eigene Meiung zu verschaffen und gegebenenfalls selbst zu agieren.
Die Masse wird, so wie bisher, dem Mainstream hinterherlaufen und auch das wird irgendwie weitergehen.
Es werden eben einfach neue Krankheitsbilder geschaffen, so wie vor wenigen Jahren das der "Okklusalen Dysästhesie".
Was der Betroffen nur nicht versteht: Gab es für die alten Erkrankungsbilder noch historisch gewachsene Therapieansätze, existieren diese für die neuen Krankheitwvilder, unter denen die gleichen Beschwerden nun laufen, nicht mehr.
CMD war eine Erkrankung, die, nach entsprechendem Nachweis, mit okklusalen Methoden zu therapieren waren. Dass das funktioniert konnte man in dieser Praxis über 35 Jahre mitverfolgen.
Die Okklusale Dysästhesie ist nun aber, bei gleichen Beschwerden, eine psychiatrische Erkrankung, die vom Zahnarzt nicht mehr behandlet werden darf.
Was der Psychiater dort tun kann? Nichts.
Derselbe Patient. Dieselben Beschwerden. in der heutigen Alltagspraxis nur eine andere Diagnose, als noch vor 10 Jahren!
Was bedeutet das für den Patienten?
Lebenslange Beschwerden und keine Hilfe!
Das ist die schöne neue Welt.
Wer das gut findet:
Krankenkassen.
Unzureichend ausgebildete Zahnärztinnen.
Pharmaindustrie
Osteopathen, Physiotherapeuten
Schmerzkliniken
Psychiater, Verhaltenspsychologen,
Denn alle verdienen an dieser Verschiebung der Zuständigkeiten.
Nur dem Patienten hilft all das nicht.
Vor allem eben nicht mehr so, wie sich das der Eine oder Andere bisher dachte.
Wir haben alles getan, um die Betroffenen rechtzeitig zu informieren und auch zu warnen.
Man muss als Insider einfach damit leben, dass man nicht Allen und auch nicht jedem Betroffenen zu helfen vermag und im Fall des Falles dann eben auch Empathie und Mitleid nicht mehr weiterhelfen.
Wir, und das meint WIR, sehen nicht nur für den Bereich der Funktionszahnheilkunde schwarz und das sagen wir nicht so einfach daher, denn für die Betroffenen ist das eine bittere Erkenntnis.
Deshalb hören Sie von uns nichts mehr viel, weil wir zum einen gar nicht in der Lage wären diesen Trend zu stoppen und nach Jahrzehnten aufreibender Behandlungen auch nicht mehr die Kraft besitzen uns gegen Insta, Tiktok und andere Errungenschaften der Modernen Welt durchzusetzen.
Wir haben das große Glück einer eingeschworenen Patientenschaft, die sich auf uns verelassen kann und müssen Niemandem mehr hinterherlaufen um Umsatz zu generieren oder
Ansehen zu erwirken.
Das ist das große Glück nach inzwischen 35 Jahr Kampf im System, aber eben auch ein hoher Preis, der zu zahlen war.
Das wird der eine oder andere CMD-Patient, der nach Rettung sucht aber erst begreifen, wenn es für ihn persönlich zu spät ist.
Das werden wir dann ebenfalls nicht mehr ändern können und deshalb sagen wir schon gar nichts meh, weil wir den Betroffenen gar keine Hoffnung mehr machen möchten, was deren Beschwerden und mögliche Behandlungen betrifft.
Während die Titanic untergeht, glauben eben immer noch Viele, Frau Merkel würde schon im letzten Moment um die Ecke kommen und und allen ein warmes Rettungsboot vorbei schicken.
Dass das so nicht kommen wird, erleben wir gerade täglich in einem Land, in dem es nur noch eine Entwicklungsrichtung zu geben scheint.
Den Niedergang nach unten, eben auch in der Medizin.
Wir machen noch, was wir vermögen und halten uns an die alte Weisheit aus der Operette der "Fledermaus".
"Glücklich ist, wer vergißt, was doch nicht zu ändern ist!"
Persönlich sei angemerkt, dass es nicht einfach ist zu erleben, dass die Dinge, die man sich mühsam über Jahrzehnte an Wissen und Kenntnis aufgebaut hat vermutlich unwiderbringlich verloren gehen werden, denn der Glaube man könne analoge Handwerkstechniken einfach digitalisieren, ist der gleiche Glaube, man könne auch ein Gourmetgericht aus der Tiefkühltruhe in die Mikrowelle schieben und sich daran dann gemeinsam laben.
Es gab immer Veränderungen, das ist auch in unserer Zeit nichts Neues.
Was aber neu ist, dass Entwicklungen sich nicht mehr vorrangig an Gedanken der Aufklärung, des Wissenszuwachses und der empirischen Erkenntnisse orientieren, sondern zunehmend ausschließlich an Ideologien und Meinungen. Sehr gut zu sehen ander geradezu dramatsichen Entwicklung bzgl. der Erkenntnisse des Klimawandels.
Genau das Gleiche läuft im Bereich der Funktionellen Erkrankungen des Kauorgans und WIR waren dabei, konnten den Niedergang aber nicht stoppen, ja nicht einmal verlangsamen.
Dabei hatten wir genügend erfolgreich behandlete Fälle mit jahrzehntelangen Krankengeschichten, aus denen man Erkenntnisse hätte ziehen können, wenn man nur wollte.
Darübner wird die Nachwelt entscheiden und man hat es fast im Ohr, wenn man zu hören glaubt, dass man irgednwann in Fachkreisen raunen wird, dass es da wohl mal etwas gegeben haben soll, was den damaligen Patienten tatsächlich nachhaltig geholfen habe.


