Rekonstruierte CMD Patientin aus Dubai stellt sich in Coronazeiten vor

13640

Fast zwei Jahre ist die funktionstherapeutische Totalrehabilitation nunmehr in Funktion und der Patientin ging es auch sehr gut, bis vor ca. 6 Monaten.

Dann begannen wieder einige wenige der bekannten Beschwerden.

Eines ist der Patientin aber ganz wichtig: Der Schwindel, mit dem sie sich ursprünglich behandlungsindizierend hier in Diagnostik und Therapie begeben hatte, der ist vollkommen verschwunden.

Aktueller Beschwerdelvel, kaum zu vergleichen mit der Ausgangssituation: 5.

Wir tragen es so ein, weil es nicht die Aufgabe des Behandler ist, die Angaben des Patienten zu korrigieren.

Denn man muss sich immer vor Augen halten: Das Beschwerdempfinden eines Patienten ist immer eine subjektive Angelegenheit, so dass auch aktuelle Angaben nicht einmal mit Angaben objektiv abzugleichen sind, die bereits vor mehreren Jahren abgegeben wurden. Der Patient weiß ja gar nicht mehr, wie sich die ursprüngliche Beschwerdesituation angefühlt hat.

Das sind alles Umstände, über die man sich als Behandler immer bewusst sein muss.

Es geht jetzt um muskuläre Verspannungen im Halsschulternackenbereich und hinter dem linken Ohr aufsteigend in Richtung Scheitel.

Die Patientin ist nunmehr eine gute Woche hier.

Da sich in der letzten Woche eine vollkeramische Teilkrone gelöst hatte, wird diese als erstes adhäsiv und unter Cofferdam erneut einzementiert.

Danach beginnen die üblichen Maßnahmen der Funktionsanalyse und die Durchführung einer Instrumentellen Okklusionsanalyse.

Diese wird über Nacht ausgewertet und deren Erkenntnisse morgen dann in die Okklusion der Patientin umgesetzt.

Das Ziel der ca. einwöchigen Behandlungsmaßnahmen besteht darin, die inzwischen eingetretenen, ganz natürlichen Veränderungen der Okklusion aufzudecken, an Modellen zu analysieren und im Munde, nach entsprechender Abgleichung umzusetzen.

Sicherheitshalber wird darüber hinaus ein adjustierter Aufbissbehelf erstellt, den die Patientin dann mitnimmt, damit sie, sollte es erneut zu Problemen kommen, erst einmal einen Ausweich in Form des Aufbissbehelfs am Mann, oder hier an der Frau hat.

Es erfolgen die Maßnahmen der Instrumentellen Okklusionsanalyse mit den entsprechenden, umfangreichen Maßnahmen im Labor.

Diesmal: Keine Kamelmilchschokolade.  Schade....

Zurück