So sehen Implantate aus, die wie wor 20 Jahren gesetzt haben
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Im Laufe von 35 Berufsjahren sind im CMD-CENTRUM-KIEL nicht nur über 10.000 vollkeramische Kronen eingesetzt worden, weit über 10.000 konventionell zementierte Kronen, über 1000 inserierte Implantate und über 3000 selbst hergestellte Aufbissbehelfe.
Nun kommt man auf derartige Zahlen eben erst, wenn man Jahrzehnte selbst behandelt hat und vermag aus den genannten Gründen und Zahlen erst am Ende seines Berufslebens belastbare Schlüsse aus seiner Arbeit zu ziehen.
Wenn ein 35 jähriger Zahnarzt behauptet seine Kronen würden ewig halten, dann ist das zum einen Teil einer Behandlungsphilosophie, zum anderen aber eben nur Annahme. Wie sollte es auch anders sein. Dass auch eine schlechte Krone 10 Jahre halten kann ist hinreichend belegt. Aber der Zahn darunbter ist dann eben fertig. "Flasche leer".
Im Weiteren kommt hinzu, dass man nach 35 jähriger Berufstätigkeit auch nicht mehr selbst jeden Patienten behandelt, den man mal behandelt hat, u.a. weil dieser Patient vor 20 Jahren in eine andere Praxis abgewandert ist. So ist das Leben.
Umso interessanter ist es dann, wenn man Röntgenbilder des nachbehandelenden Kollegen zu sehen bekommt, die einen Zustand aufzeigen, dass damals hier inserierte Implantate auch nach über 20 Jahren noch voll ossoeintegriert im Knochen stehen und prothetisch neu versorgt werden können, so man denn noch an verfügbare Ersatzteile kommt.
Gleiches gilt für den darauf sitzenden Zahnersatz. Achtung: Im Oberkiefer im Übergang zwischen Implantataufbau und Kronenversorgung ein sogenannter "burn-out" Röntgeneffekt. Will sagen: in der klinischen Inspektion zeigt sich kein nennennswerter Spalt, wie auf dem Röntgenbild.
Die Beschaffung und Bereitststellung von Ersatzteilen für Implantate, in der Regel Implantataufbauten, ist nämlich eines der großen und ungelösten Rätsel in der Implantologie, um das sich die Politik nicht kümmert, obwohl hier Bekümmerung dringend notwendig wäre. Es gibt keine verbindlichen Vorgaben für Implantathersteller Teile zu bevorraten, obwohl das in Zeiten der CAD/CAM Produktion technisch kein Problem wäre.
Denn ohne verfügbare Ersatzteile müssen voll funktionsfähige Implantate unter Riesenknochenverlusten entfernt und durch neue Implantate ersetzt werden. Das ist der Super-Gau in der Implantatversorgung und selbst hier schon vorgekommen, bei nicht identifizierbaren Fremdimplantaten anderer Behandler.
Hier aber wird es möglich sein Ersatz zu beschaffen, weil der Zahnarzt, der vor über 20 Jahren diese Implantate inseriert hatte darauf geachtet hat, dass es mehrerr Möglichkeiten gibt diese Implantate mit Ersatzteilen zu versorgen.
Der Verfasser dieses BLOGs hat nichts mehr davon, dass er damals einmal mehr nachgedacht hat, als man schon damals nachdachte. Der Patient hingegen umso mehr. Das wird ihm aber keiner sagen und das ist auch ok so.
Ja, man ist ein wenig stolz, wenn man das sieht, weil die eigenen Ansprüche und Erwartungen, die man damals an seine eigene Arbeit gestehht hat, nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen wurden.
Chapeau


