Die erste Botschaft lautet: Wir erstellen Privatgutachten, auch in Gerichtsfällen, in denen eine Partei einen Sachverständigen mit einer besonderen Qualifikation sucht.

Wir legen gleichzeitig allergrößten Wert darauf, dass Herr Dr. von Peschke kein kammerbestellter Gutachter der Zahnärztkammer Schleswig-Holstein ist.

Der Verfasser dieses BLOGs legt prinzipiell großen Wert auf Authentizität. Es wäre schlichtweg gelogen, wenn hier nicht stehen würde, dass der Verfasser dieses BLOGs sich wirklich viele Jahre darum bemüht hat als Gutachter der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein bestellt zu werden.

Das größte Hindernis dabei war aber von Beginn an, dass sich der Verfasser nicht den üblichen Ansichten verantwortlicher Berufspolitiker anpassen wollte, dass im Zweifelsfall immer der Zahnarzt erst einmal alles richtig macht, und der erste anzunehmende Grund eines Behandlungsmisserfolges stets im Patienten begründet liegen müsse.

Man sollte nicht vergessen, dass man als Gutachter immer auch in der Befürchtung verbleibt Angehörige des eigenen Berufsstandes "anprangern" zu müssen, was dann schnell also "Nestbeschmutzung" angesehen werden kann. Vor allem dann, wenn ein Sachverständiger über Kenntnisse verfügt, über die die breite Masse der Berufskollegen naturgegebenermaßen nicht verfügen kann. Wer sollte von einem Dorfhausarzt das gleiche Wissen verlangen, wie von einem Internisten an einer großen Klinik.

Geht gar nicht, und das weiß der Internist in der großen Klinik regelmäßig auch, aber eben möglicherweise nicht der Dorfhausarzt.

Nun fragt man sich natürlich, wer hat die Zeit und die Muße sich in einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts zu engagieren? Nachvollziehbarerweise eher weniger die Berufskollegen, die von morgens bis abends kaum den Kopf einmal freibekommen, weil sie einen Problemfall nach dem anderen lösen.

Nun würde man vielen Dorfzahnärzten, die jeden Tag bemüht sind für Ihre Patienten das Beste zu leisten, ganz massiv Unrecht tun, wenn man nun einfach sagen würde: Ein Dorfzahnarzt, der sich durch seine fachliche Tätigkeit nicht genügend ausgelastet fühlt.

Durchaus nachvollziehbar und für die Kollegenschaft möglicherweise auch ein Gewinn.

Zum Problem wird das nur dann, wenn besagter Dorfzahnarzt dann auf einmal meint, weil er ein wichtiges Amt ausübt, sei er auch selbst deshalb besonders wichtig und noch mehr fachlich besonders qualifiziert. Ein Phänomen, das man aus der Politik kennt und leider, so muss man es sagen, geht es in den Körperschaften nicht selten eben auch um Berufspolitik und weniger um Fachliches und so darf man sich nicht wundern, dass man dort ähnliche Protagonisten findet, die erst einmal im Amt gar nicht mehr ganz genau wissen, wie sie eigentlich dazu gekommen sind.

Es kann daher sein, dass ein berufspolitisch engagierter Zahnarzt auch fachlich eine bemerkenswerte Leistung an den Tag legt und es wäre nun wirklich an der Sache vorbei zu glauben, nur schlechte Zahnärzte gingen in die Berufspolitik. Aber jetzt mal unter uns und jenseits der politischen Korrektheit: Glauben Sie, dass ein richtig guter Arzt Lust hat sich jeden Mittwochnachmittag und viele Abend darüber hinaus neben einer aufreibenden medizinischen Praxistätigkeit in Sitzungssälen aufzuhalten, um darüber zu diskutieren, wie man gesundheitspolitische Entwicklungen aufhalten könnte, die sich eh nicht aufhalten lassen?

Viele berufspolitisch engagierte Kolleginnen und Kollegen sind ganz famose Berufskollegen und bestimmt auch achtbare Ärzte, aber wirkliche Spezialisten auf ihrem Gebiet sind sie naturgegebenermaßen eher selten. Es liegt eben in der Sache, dass man sich im Leben meist nur einer Sache zu verschreiben vermag, oder wie der Volksmund es ausdrückt: "Man kann eben nur auf einer Hochzeit tanzen", und diesem Leitspruch sind sich, davon ist der Verfasser, zutiefst überzeugt, auch die weitaus meisten der Kolleginnen und Kollegen von tiefstem Herzen bewusst.

Und doch gibt es eben, nennen wir sie ruhig einmal Dorfzahnärzte, die sich dessen nicht bewusst sind und glauben, weil sie ein berufspolitisches Mandant haben, sei ihnen nun auf einmal der medizinische Marschallstab in den Tornister gelegt worden. Solche Leute jedenfalls gibt es, vielleicht nicht überall, aber doch zumindest in der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.

Dabei ist es nicht so, wie es der Volksmund gerne beschreibt, eine Krähe hacke der anderen kein Auge aus. Es ist eher so, dass man kein Interesse daran hat bestimmte Probleme ansprechen zu wollen, weil dies dazu führen würde, dass bestimmte Nachfragen entstehen. Möglicherweise auch zu der eigen praktizierten Berufsausübung. Zumal es immer leicht ist ein Urteil über Andere zu fällen, die etwas ganz anderes machen, als man selbst. Fachlich kann man das nicht beurteilen, aber kraft Amtes dann schon.

Es ist bedauerlicherweise so, dass auch in der Zahnärzteschaft Berufspolitik betrieben wird, oftmals nach dem Motto, dass wer nicht in diese berufspolitischen Strömungen passt, keine Berücksichtigung findet.

Die parteiinterne Politik der Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dabei bestes Beispiel, wie jeder Unliebsame, vor allem dann, wenn er eine eigene und vielleicht sogar andere Meinung hat, "weggebissen" wird. Genauso kann das in den Gremien einer ärztlichen Körperschaft ablaufen. Vor allem dann, wenn die Personen, die dort über Amt und Macht verfügen, der Bürde eines solchen Amtes charakterlich nicht gewachsen sind.

Eines der größten Probleme in der sogenannten Kassenmedizin besteht darin, dass die Leistungen, die oft benötigt werden, schlichtweg schlecht bezahlt werden. Das führt dann dazu, da mit den Leistungen, die eigentlich sinnvoller erbracht werden müssten, schlichtweg kein Geld zu verdienen ist, dafür dann aber andere Leistungen an den Mann gebracht werden müssen, die objektiv betrachtet für den Patienten keinen Vorteil mit sich bringen, aber eben für den Arzt. Im besten Fall lässt sich sagen: Zum Glück auch keinen Nachteil für den Patienten. Darüber berichtet auch der Bayerische Rundfunk.

Das führt dann konkret dazu, wenn sich mit Zahnfüllungen á la Kasse keine Gewinne erzielen lassen, dann auf Leistungen ausgewichen wird, die, weil nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung abgebildet, privat als Zusatzleistung mit dem Patienten abgerechnet werden müssen.

Das wiederum führt dazu, dass sich oftmals Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister auf Gebiete wagen, in denen sie schlichtweg über keine nachgewiesene Erfahrung verfügen, und besser die Hände vom Patienten ließen.

Denn entgegen, dem was o.a. Berufspolitiker nicht müde werden, mantrahaft zu wiederholen, sind eben nicht alle Ärzte gleich begnadet und geeignet bestimmte Behandlungen zu erbringen.

Bestes Beispiel sind die Physiotherapeuten. Da bekanntermaßen mit Physiotherapie im GKV Bereich schlichtweg keine Gewinne erwirtschaftet werden können, haben sich etliche Physiotherapeuten zu Heilsbringern im Bereich CMD umorientiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit erleben wir im CMD CENTRUM KIEL praktisch täglich. Es sind Kurzzeiterfolge, die in der Regel maximal 3 Tage anhalten und den Patienten zum Dauerpatienten, man könnte auch sagen zur Dauermelkkuh des Physiotherapeuten werden lassen. Richtig ist das aber nicht.

Es ist ja Allgemeinwissen, dass insbesondere im Bereich von Gutachterfällen im Bereich Zahnersatz gerne und häufig die Meinung kolportiert wird, das müsse dann an der Psyche des Patienten, mehr noch der Patientin liegen, wenn diese mit den neuen Kronen und Brücken des Zahnarztes nicht klar kommt.

War es früher so, dass der erste Verdacht, wenn ein Patient mit neuen Kronen nicht klar zu kommen schien dahin zielte, vielleicht habe der Zahnarzt etwas bei der Erstellung der neuen Kronen nicht bedacht, so ist heute geradezu reflexhaft die Reaktion: Das müsse dann einen psychosomatischen Hintergrund haben, wenn der Patient nicht mehr mit den neuen Kronen klar käme.

Das ist natürlich eine Sicht der Dinge, die dann gerne auch aus berufspolitischer Sicht aufgenommen wird. "Ist doch toll, wenn nicht mehr der Zahnarzt das Problem ist, sondern der Patient".

Ob das nun besagter Dorfzahnarzt, der weil viel Zeit, auch noch ein Vorstandsamt in einer Zahnärztekammer wahrnimmt, toll findet, wenn er seinen Patienten, die natürlich auch an allen möglichen Symptomen einer CMD leiden, erklären kann, dass das alles psychosomatisch sein müsse, aber nicht an den zahnärztlichen Versorgungen liegen könne, die er dort in den letzten 30 Jahren eingesetzt hat, darf man spekulieren.

Ganz schwierig wird es, wenn Kieferorthopäden invasive Behandlungen durchführen, in deren Verlauf der Patient auf einmal funktionelle Symptome entwickelt und der Kieferorthopäde schlagartig vor allem eines weiß: Dass die kieferorthopädische Behandlung nichts mit diesen Beschwerden zu tun haben kann.

Insofern hat der Verfasser vor ziemlich genau 10 Jahren einen Gutachtenauftrag einer großen privaten Krankenversicherung erhalten, in dem es um die Beantwortung vieler Fragen ging.

Um es ein wenig abzukürzen: Ein Zahnarzt aus einer norddeutschen Bierbrauerstadt hat bei einer Patientin, ohne wirklich erkennbare Beschwerden, einen Aufbissbehelf eingegliedert, um dort eine Funktionsanalyse zu erbringen.

So weit so gut.

Was dann allerdings passiert ist, ist folgendermaßen beschrieben und war alles andere als gut:

Mindestens 113 mal hat der Zahnarzt dann an den vorhandenen Zähnen der Patientin über etwa 3 Monate hinweg herum geschliffen, um am Ende dann der Patientin und der nicht minder verdutzten Versicherung kundzutun, nunmehr müssten ausnahmslos alle Zähne der Patientin mit neuen Kronen versorgt werden, weil der Biss der Patientin nicht mehr stimme. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man sich das nach mindestens 113 fachem Schleifen an den Zähnen selbst als Laie ohne weiteres vorzustellen vermag.

Der Unterzeichner hat dann in einem umfangreichen Gutachten nachgewiesen, dass weder diese destruktiv irreversible Behandlung, noch die damit verbundenen Abrechnungen fachlich und rechtlich korrekt erbracht worden seien.

Dieser Meinung hat sich dann auch die private Krankenversicherung angeschlossen.

Daraufhin hat sich selbiger Zahnarzt, aus besagter Bierbrauerstadt, an die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein gewandt, und zwar an dieselbe, die vom "Oberlandesgericht in Schleswig" 2016 das vernichtende Urteil erhalten hat, dass der von ihr propagierte "Ehrenkodex" irreführend und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht darstellen würde, weil er nämlich den Eindruck zu erwecken versuche, dass Zahnärzte, die bereit seien, diesen absurden Unsinn zu unterschrieben und damit zu werben, moralisch die besseren Zahnärzte seien, als diejenigen, die nicht bereit sein zu geloben, dass sie nicht nur ihr Personal, sondern auch ihre Patienten fair behandeln wollten. Alles Selbstverständlichkeiten, wie das Oberlandesgericht in Schleswig der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein ins Urteil hinein diktiert hatte. Offensichtlich aber keine Selbstverständlichkeiten für die Zahnärzte und Zahnärztinnen, die diesen Ehrenkodex unterschrieben haben und bis heute damit werben.

Der Zahnarzt aus der Bierbrauerstadt war nun der Auffassung, der Verfasser dieses BLOGs habe ihm damit kriminelle Absichten unterstellt und deshalb müsse nun die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein gegen Herrn Dr. von Peschke wegen unkollegialen Verhaltens berufsrechtlich vorgehen.

Das hat die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein dann auch tatsächlich getan, man mag es kaum glauben, war die Sache doch derart offensichtlich, dass man sich in der Tat die Frage stellen musste, ob es sich hier um eine kriminelle Tat eines Zahnarztes aus Jever handelte, einer Patientin mindestens 113 mal Zähne und Kronen im Mund kaputt zu schleifen, bis diese dann komplett erneuert werden sollten.

Nun kommen wir zu besagtem Dorfzahnarzt mit einem Amt, der vermutlich eines nicht wahrhaben wollte: Dass nämlich ein Zahnarzt, gegen jede vertretbare Regel 113 mal die Zähne und Kronen einer Patientin beschleift, um dann festzustellen, nun müsse alles neu gemacht werden und dann als Ankläger und gleichzeitig Zeuge in einem Berufsgerichtsverfahren kraft Amtes gegen den Verfasser berufsrechtlich vorzugehen.

Die gleiche Zahnärztekammer, die sich vom 2012 vom Landgericht Kiel sagen lassen musste, dass sich das "CMD CENTRUM KIEL" vollkommen zurecht als ein fachliches Centrum bezeichnet, weil es in ganz Schleswig-Holstein nur eine derartige Spezialpraxis für CMD gibt.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Dr. von Peschke dann auch tatsächlich erstinstanzlich verurteilt wurde und zwar, wie sich im Nachhinein herausstellte, sogar in Punkten, in denen er nicht einmal angeklagt war. Kein Ruhmesblatt für das Berufsgericht in Schleswig. Nicht nur deshalb hat der Verfasser dieses BLOGs gegen diese Verurteilung Berufung eingelegt.

Lange Rede kurzer Sinn: Nach inzwischen 10 Jahren hat die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein die Klage gegen Herrn Dr. von Peschke zurückgezogen. Warum?

Weil immer mehr erkennbar wurde, dass das Gutachten, dass der Verfasser vor 10 Jahren in der Sache erstellt hatte, inhaltlich richtig war. Es ist gegen jede vertretbare fachliche Auslegung einer Patientin mindestens 113 mal an Zähnen und Kronen herum zu schleifen, um dann am Endes dieses Prozesses festzustellen, dass man alle Zähne neu überkronen müsse.

Was das für den Zahnarzt bedeutet, der diese Fehlbehandlung zu verantworten hatte? Nichts, denn der Vorgang ist inzwischen verjährt.

10 Jahre erbitterte Auseinandersetzung in der Sache haben ein Ende gefunden. Dass die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein in der Zwischenzeit noch zwei andere Berufsgerichtsverfahren gegen Dr. von Peschke geführt und zwischenzeitig verloren hat, ist ebenso aktenkundig.

Jedenfalls hat das dazu geführt, dass der Verfasser dieses BLOGs niemals zum Kammergutachter bestellt wurde, weil der Verfasser dieses BLOGs niemals bereit war Dinge unter den Teppich zu kehren, die man sich von bestimmter zahnärztlicher Seite wünscht. Denn auch wenn das Sprichwort "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus", so nicht einfach stimmt, so ist es doch das Ziel bestimmter zahnärztlicher Körperschaften Missstände unter den Teppich zu kehren, um das angeblich so positive Bild eines Berufsstandes nicht zu schädigen.

Dabei ist das Berufsbild von Ärzten und Zahnärzten bereits durch unzählige Berichterstattungen und Reportagen beschädigt, u.a. eben auch durch diese Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks.

Statt die offensichtlich erkennbaren Probleme, die es im Berufsstand ohne Zweifel gibt zu klären, ist man auf Ebene der Verantwortlichen eher bereit diejenigen zum Schweigen zu bringen, die diese Missstände offen anzusprechen bereit sind.

Und so kommt es eben so, wie es in diesen Dingen manchmal kommt, dass der Verfasser dieses BLOGs für sich dann irgendwann erkannt hat, dass er viel freier und unbeeinflusster in der Wahrnehmung ihm übertragener Gutachten ist, wenn er nicht von einer Zahnärztekammer bestellt ist, weil er dort nämlich den Restriktionen einzelner Zahnärzte unterworfen ist, die nicht wahrhaben wollen, was schon lange Allgemeingut ist. Dass das sogenannte "Schwarze Schaf" innerhalb des Berufsstandes zwar immer noch die Ausnahme darstellt, aber eben bei Weitem nicht der Einzelfall, wie man das immer gerne darzustellen versucht.

Schon gar nicht, wenn er erleben muss, wie ein von der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein bestellter Gutachter für eine große private Krankenversicherung ein Gutachten erstellt, dass vor fachlicher Fehler nur so wimmelt und der Gutachter sich in Vorhaltungen und düsteren Prophezeiungen ergeht und am Ende dann herauskommt, dass die erbrachten Vollkeramiken alle den materialspezifischen Anforderungen entsprechen und das Problem des Falles einfach darin liegt, dass der Patient es liebte, ohne dass davon Jemand wusste, sich mit sogenannten "Plombenziehern" eine Krone nach der anderen abzulösen. Was im Übrigen besagtem Kammergutachter bekannt war. In wie weit dieser Kammergutachter nun meinte, einmal mehr gegen der Verfasser dieses BLOGs vorgehen zu müssen, um sich damit vielleicht Reputation bei der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein zu verschaffen, kann Niemand wissen. Wir übrigens auch nicht. Vermuten darf man es aber schon.

Natürlich hat der Verfasser gegen diesen Kammergutachter Beschwerde bei der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein eingelegt. Aber jetzt mal unter uns: Glauben Sie im Ernst, dass die Verantwortlichen der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein wirklich ernsthaft gegen einen Gutachter ermitteln, den sie selbst als Kammergutachter bestellt haben? Da müsste sich ja der dafür Verantwortliche im Vorstand der Kammer selbst die Frage stellen, nach welchen Kriterien in der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein Gutachter bestellt werden! Nach fachlichen Kriterien offensichtlich nicht. Aber das wussten wir ja schon vorher.

Seine fachliche Qualifikation bezieht der Betreiber dieses Internetauftritts letztendlich aus 3 Quellen:

 

  1. Der fast ausschließlichen Beschäftigung mit CMD Fällen seit über 20 Berufsjahren
  2. Der Qualifizierung eines "Spezialisten für Funktionsdiagnostik und-therapie der DGFDT"
  3. Der Qualifizierung zum "Fortgebildeten Gutachter der DGPRO"

 

Diese Qualifikationen erscheinen dem Betreiber dieses BLOGs höherwertig und belegbarer, als die Bestellung als Kammergutachter der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.

Um es abschließend zusammenzufassen: Die meisten kammerbestellten Gutachter sind formidable Kollegen, die ihr Bestes geben, und das kommt immer wieder vor, sich auch nicht scheuen zu erklären, dass sie praxisbedingt nicht über das letzte Detail an Wissen verfügen, wie es in einer Spezialpraxis vorkommt. Das müssen sie auch nicht, denn es reicht zu wissen, was man innerhalb der Therapiebreite in der Medizin machen darf und was nicht. Aber, zumindest in dem Bereich, den der Verfasser dieses BLOGs zu beurteilen vermag, gibt es leider Konstellationen, und die sind immer an Personen mit Macht und Ansehen in Körperschaften des öffentlichen Rechts gebunden, die leider noch aus einer Zeit stammen, die inzwischen überholt erscheint.

Zumindest solange derartige Berufskollegen Ämter in einer Körperschaft ausüben, möchte der Verfasser dieses BLOGs nicht für die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein tätig sein, die schon lange den Anspruch verloren hat ausnahmslos alle Berufskollegen zu vertreten, die dort Mitglieder sind und sich stattdessen vorhalten lassen muss, eine Vielzahl von Gerichtsverfahren gegen den Verfasser dieses BLOGs geführt und verloren zu haben und sich zurecht als eine Institution bezeichnen lassen muss, die mit ihrem verunglückten "Ehrenkodex" versucht hat irreführende Werbung für einen Teil der schleswig-holsteinischen Zahnärzteschaft zu etablieren und die Kollegen, die nicht bereit waren sich der Mehrheit zu beugen, eiskalt zu diskriminieren.

Deshalb ist der Verfasser niemals als Kammergutachter bestellt worden und hat sich inzwischen auch entschieden keine Bestellung mehr anzustreben, weil er, so wie bisher, unabhängig in seinem gutachterlichen Urteil sein möchte und nicht den berufspolitisch motivierten Ansichten folgen möchte, die von derartigen Amtsträgern, in erkennbarem Missbrauch ihrer Ämter, vertreten werden.

Glücklicherweise muss man von keiner Kammer bestellt sein, um Gutachten zu erstellen. Vor allem dann nicht, wenn man zu den gerade einmal 40 Gutachtern bundesweit gehört, die nachweislich eine diesbezügliche Fortbildung durchlaufen haben, wie die DGPRO sie als einzige Fachgesellschaft in Deutschland anbietet.

Dass es auch im Bereich der Zahnheilkunde viel Kritikwürdiges gibt ist allerorten bekannt. Nur eben nicht bei einigen der verantwortlichen Berufspolitikern, die weiterhin glauben: "Alles Bestens! Alles abstreiten! Weiter so!"

Warum wir Ihnen das so umfangreich darstellen?

Weil sich natürlich jeder interessierte Leser, der bis hierhin gelesen hat, die Frage stellen dürfte, warum ein Zahnarzt mit diesen belegbaren fachlichen Qualifikationen nicht von der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein bestellt wird?

Die Antwort darauf ist genauso ernüchternd wie bezeichnend: Vermutlich gerade deshalb!

Das mag für den Verfasser nicht so glücklich gelaufen sein, für den beschwerten Patienten hingegen aber, der hier eine möglichst unabhängige Meinung hören will, vielleicht aber gerade deshalb, dann doch.