Was wir können, darüber lesen Sie im großen Rest unseres Internetauftritts. Um Ihnen diese Zeit möglicherweise zu ersparen, berichten wir daher erst einmal über die Dinge, die wir nicht so gut beherrschen.

Seien wir mal ehrlich. In der Zeit, in der wir leben, muss alles sitzen, alles perfekt funktionieren und alles eindeutig klar sein.

Eben perfekt! Und preisgünstig soll es natürlich auch noch sein. Das erzählen Sie uns doch jeden Tag in der Hochglanzwerbung, und obwohl wir alle, wirklich alle wissen, dass es nicht stimmt, möchten wir es selbst doch immer wieder aufs Neue hören und vor allem glauben.

So ist der Mensch nun mal.

Und doch gelingt es Vielen, bei Weitem nicht Allen, nach der ersten Phase der Wunschvorstellung, ihr Gehirn einzuschalten und zu realisieren, dass "gut" und "billig" eben nicht geht. Genauso wenig wie "kompliziert" und "schnell" nicht zusammen passen. Und schon gar nicht "extrem spezialisiert" und "um die Ecke".

Und dann, machen wir uns mal auch nichts vor, leben wir in einer riesengroßen Neid- und Missgunstsgesellschaft. Viele wollen Alles und das am Besten umsonst. Glaubt hier wirklich Jemand ein zufriedener Kunde ginge nach Haus, um dann im Internt einen Beitrag zu verfassen, wie gut er doch eben gerade bedient worden sei?

Nur die kranken Typen, in ihrem verletzten Ego und mit narzistischer Persönlichkeitsstörung, deren Meinung sonst Niemand hören will, setzen sich nachts an den Computer und hauen dort mal so richtig und anonym um sich, denn nur sie wissen, wer gut für sie ist und wer schlecht.

Gut sind natürlich per se erst mal die, die ihnen nach dem Munde reden. Denn es sind die Patienten, die auf Augenhöhe mitbestimmen wollen und wenn der Arzt das nicht mitmacht, dann ist der Arzt ein ganz schlechter. "Der sei nicht bereit die Meinung dieses Patienten anzunehmen", so liest man es dann in deren Rezensionen.

Es sind dieselben Gestalten, die es ansonsten nicht schaffen drei Sätze unfallfrei zu formulieren und nun ihr Urteil im Internet, und jenen interessengeleiteten Arztbewertungsportal abgeben, die in Wirklichkeit die Ärzte empfehlen, die bereit sind dort Werbung zu bezahlen.

Ein schönes Gefühl, wenn der Arzt schon nicht bereit ist die Auffassung dieses Patienten zu übernehmen, der Arzt dann aber wenigstens das anonyme Urteil dieses Patienten über sich ergehen lassen muss.

Muss? Müsste. Sollte? Könnte? Wir lesen das schon lange nicht mehr.

Prinzipiell kann man wohl zu diesem Thema im Internet folgendes sagen:

Die guten Bewertungen sind in großen Teilen gefakt, oder laufen auf Bewertungsportalen, die käuflich sind.

So wie zum Beispiel Jameda. Ein käufliches Arztbewertungsportal, wie wir inzwischen wissen, denn wir haben dort ja selbst mal ein "Gold-Paket" bezahlt.

Die schlechten Bewertungen sind oftmals von Leuten, die in ihrer Eitelkeit gekränkt sind, weil der Arzt es wagt eine andere Meinung zu haben, als sie selbst.

Lassen Sie uns daher über die Dinge reden, die wir nicht so gut hinbekommen, als da wären:

 

Die Unfähigkeit halbe Sachen zu machen.

Die Unfähigkeit diese schwerst erkrankten  Patienten mit ihren extremen Beschwerden von hoffnungsvollen Assistenten behandlen zu lassen, während der Chef sich nicht sehen lässt.

Die Unfähigkeit zu glauben, dass es möglich sei funktionelle CMD-Beschwerden durch Physiotherapie, Osteopathie, Physiotherapie, Akkupunktur, Atlastherapie, Homöopathie u.a. erfolgreich zu behandeln.

Die Unfähigkeit zu glauben, dass das Ausfüllen möglichst vieler Fragebögen auch nur im Ansatz helfen könnte einem CMD Patienten zu helfen.

Die Unfähigkeit Behauptungen Glauben zu schenken, es bräuchte Evidenzbasierter Studien, um CMD-Patienten zu behandeln.

Die Unfähigkeit die Bewertungen anonymer Kritiker in Sozialen Netzwerken oder Arztbewertungsportalen ernst zu nehmen und an den Abläufen eines jahrzehntelang bewährten Behandlungskonzepts etwas zu ändern.

Die Unfähigkeit CMD-Patienten mit jahrelangen Schienenbehandlungen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne diesen Patienten jemals eine konkrete und absehbare Therapie anbieten zu können.

Die Unfähigkeit mit fachlichen Kompromissen leben zu wollen, die man besonders bei der Behandlung von CMD-Patienten nicht eingehen sollte.

Die Unfähigkeit unseren Patienten Glamour, Großzügigkeit und Flair anbieten zu müssen, die unseren Patienten nur das dringend benötigte Geld kosten, das wir lieber in die notwendigen Behandlungsmaßnahmen einer CMD investieren.

Die Unfähigkeit "gute" Ratschläge von Patienten anzunehmen, die sich in anonymen Arztbewertungen darüber auslassen, dass der Arzt nicht bereit sei andere Meinungen anzunehmen. Vor allem nicht die, des anonymen Schreiberlings.

Die Unfähigkeit Leuten zuzuhören, die nicht einmal den Mut und Charakter haben ihre Meinung in der Öffentlichkeit unter ihrem Namen zu vertreten, sondern als Anonymus im Internet aufzutreten, um ihren Hass auszukübeln.

Die Unfähigkeit Wunderheilungen in Rekordzeit zu erbringen, wo viele Behandler im Vorwege viele Jahre wenig bis gar nichts an Beschwerdelinderung erbracht haben.

Die Unfähigkeit CMD-Patienten über Jahre hinweg sinn- und nutzlose Diagnostiken zu verkaufen, bei denen es dem Patienten niemals besser geht und nicht einmal im Ansatz die Möglichkeit besteht eine therapeutische Lösung anzubieten.

Die Unfähigkeit den betroffenen Patienten zu erzählen, es gäbe für ein komplexes Problem eine einfache, schnelle und vor allem billige Lösung.

 

Warum sollten wir auf fragwürdige Gestalten hören, die ihren Schmutz im Dunkel der Anonymität verbreiten, weil sie zurecht Angst haben, dass man sie ansonsten wegen Verleumdung vor Gericht zerren würde?

Wer sich von anonymen Bewertern beeinflussen lässt, dem ist nicht zu helfen. Genauso wenig wie den anonymen Schreiberlingen bei Google oder Jameda selbst. In zumindest einer Sache sind sich diese Beteiligten einig. Sie werden sich noch in 50 Jahren gegenseitig im Internet vorjammern, wie ungerecht die Welt sei und wie böse dieser oder jener Arzt. Nur eines wird es mit Sicherheit für diese Leute niemals geben: Die Beseitigung ihrer beklagten Schmerzen und Beschwerden. Die veschwinden auch nicht deshalb, weil man die wenigen Behandler, die es nachweislich schaffen diese zu lindern oder zu beseitigen, beschimpft.

Wir werden auch weiterhin, wie seit nunmehr 30 Jahren, erfolgreich das praktizieren, was bisher schon tausenden von Patienten nachhaltig geholfen hat und weiterhelfen wird. Weil wir ein Behandlungskonzept erarbeitet haben, das es so in Deutschland kein zweites Mal gibt und unsere Fahne nicht nach dem jeweiligen Wind hängen, wie es heute in Sozialen Medien, Arztbewertungsportalen oder Foren-von-Betroffenen gang und gäbe ist.

Was wir übrigens auch nicht gut können, ist uns von Patienten erzählen zu lassen, wie wir unsere Arbeit zu machen hätten. Vor allem dann nicht, wenn die Patienten fachlich auf Augenhöhe mitreden wollen und natürlich viel besser, als jeder Arzt wissen, was ihr Körper angeblich brauche. Denn Niemand kenne ihren Körper so gut, wie sie selbst. Schade nur, dass diese Patienten sich nicht selbst behandeln können.

Jetzt wissen Sie zwar noch nicht, was wir leisten, aber zumindest schon einmal, was wir alles nicht können...

Bei der Gelegenheit: Ja, es gibt sie noch. Ärzte, die sich in ihrer Berufsehre angesprochen fühlen, wenn es nicht so läuft, wie man es für seinen Patienten gerne gehabt hätte.