Warum wir uns aufregen?

Weil wir es ganz klar und deutlich aussprechen: Das, was als "CMD Behandlung" angepriesen wird ist inzwischen in großen Teilen organisierter Betrug!

Und weil wir nicht mehr hinnehmen wollen, wie mehr und mehr vermeintliche und selbsternannte "CMD Spezialist/en/innen" das Thema CMD immer mehr kaputt machen!

Wir erleben ein Internet vollmundiger Versprechungen und wenn Sie dann das suchen, was wir alle suchen: Belege für das dort Angespriesene, dann finden Sie? Schlichtweg nichts! Dazu kommen dann noch die Intellektuellen Tiefflieger, die in ihrem eigenen Leben selbst nichts gebacken bekommen, aber mit dem Handy in der Hand immer schnell bereit sind andere anonym abzuwerten und zu verunglimpfen. Dabei deht es dem anonymen Bewerter nicht nur darum den Arzt zu schädigen, sondern vor allem darum, dass es auch anderen Leidgenossen nicht besser gehen soll, als ihm selbst!

Gute Arbeit kostet gutes Geld! Das vertreten wir aus tiefster Überzeugung und 30 jähriger, belegter CMD Tätigkeit!

Was aber inzwischen in großen Bereichen passiert ist etwas anderes:

Die Leuten bezahlen viel Geld und erhalten dafür nichts, außer sinnloser Hochglanzdiagnostik, ohne jeden erkennbaren Wert für den betroffenen Patienten oder aber werden in jahrelangen Schienenbehandlungen, am besten noch von CMD-Physiotherapeuten und CMD Osteopathen begleitet, gehalten, ohne dass es ihnen dabei jemals länger als drei Tage besser ginge.

Es geht hier nicht um die kleinen Unwahrheiten und Begradigungen des alltäglichen Lebens. Es geht um die großen und vorsätzlichen Lügen, mit denen Zahnärzte, Kieferorthopäden, Physiotherapeuten und Osteopathen und viele andere Gesundheitsdienstleister leidgeplagte CMD Patienten systematisch hinters Licht führen, weil man mit diesen schmerzgeplagten Patienten viel Geld verdienen kann und wenn nichts von dem klappt, was die Behandler und inzwischen auch viele Behandlerinnen den Patienten zukommen lassen, am Ende dann sogar noch dem Patienten die Schuld zugewiesen wird, dass nur bei ihm nicht funktioniere, was sonst angeblich immer funktionieren würde.

Dann ist es halt die Psyche des Patienten und vor allem ist es eines: Ein organisierter Betrug im ganz großen Stil!

„Etwas ist faul im Staate Dänemark!“ Und inzwischen eben auch in der funktionell orientierten Zahnheilkunde.

War es früher noch usus, zeigte der Patient nach einer zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Behandlung funktionelle Symptome, darüber nachzudenken, ob das vielleicht an der ärztlichen oder kieferorthopädischen Behandlung liegen könnte, liegt der Fall heute anders. Wenn der Patient nicht mehr mit den neuen Kronen oder ästhetischen Zahnumstellungen des Kieferorthopäden klar kommt, dann liegt es heute an der Psyche des Patienten.

Das ist natürlich schon von daher praktisch, weil damit ja schon vor der Behandlung klar ist, sollte es nach der Behandlung zu Problemen kommen, das garantiert nur am Patienten liegen könne. Je mehr Behandler das behaupten, umso mehr muss es stimmen. Warum immer mehr Behandler und inzwischen Behandlerinnen das behaupten, kann man sich leicht an fünf Fingern abzählen.

War es früher noch so, dass man ein bisschen schmunzelnd zur Kenntnis genommen hat, dass in zahnärztlicher Runde offen darüber gesprochen wurde, wie man mit sogenannten 800er Leistungen die Kürzungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung finanziell ausgleichen konnte, so ist heute um den Bereich CMD ein "Markt" entstanden, den man in weiten Teilen als organisierten Betrug im ganz großen Maßstab bezeichnen muss. Eine steile These zu der wir stehen, nachdem wir viele Jahre lang die Umtriebe, von denen hier nachfolgend berichtet wird, ignoriert haben. Wenn man sich bei Youtube etliche der Videobeiträge anschaut, mit denen inzwischen bevorzugt Zahnärztinnen auf Patientenfang gehen, dann bekommt man schon nur beim Zusehen Kopfschmerzen, mit welch gedanklichen Winkelzügen dort Zusammenhänge hergestellt werden, die schon bei leichter Überprüfung der Logik so nicht vorhanden sein können.

Es werden Zähne im großen Maßstab beschliffen, was drauf geklebt, Bisslagen verändert und.... dem Patienten geht es schlechter, als vor der Behandlung.

Da wir in diesem Bereich seit annähernd 30 Jahren tätig sind, können wir uns ein Urteil über diese zunehmenden Missstände erlauben. Es scheint kein Korrektiv mehr zu geben und die letzte Instanz, die hier noch versuchen könnte Standards zu erhalten, die DGFDT, ist selbst Wegbereiter dieses Niedergangs der funktionsorientierten Zahnheilkunde, weil sie größer und mächtiger werden wollte und heute die Interessen von Gesundheitsdienstleistern mitvertreten muss, die dort zahlende Mitglieder sind, aber mit CMD im eigentlichen Sinn nichts zu tun haben, außer, dass sie an CMD Patienten mitverdienen wollen.

Man muss immer vorsichtig sein, wenn man die Darstellungen von Patienten beurteilt, denn auch dort gibt es inzwischen viele sogenannte "Problembären". Allerdings häufen sich die Fälle offensichtlicher Fehltherapien und noch mehr vollkommen sinnloser Diagnoseverfahren, dass das eben kein Zufall mehr ist, sondern schon Züge organisierter Kriminalität angenommen hat, bei der sich immer mehr Patienten von ihren CMD Behandlern im wahrsten Sinne des Wortes ausgenommen und ausgeliefert fühlen.

Obowohl es praktisch keine nennenswerte theoretisch und noch weniger eine praktische CMD Ausbildung an den Universitäten gibt, man müsste auch fragen, wer die Studenten dort klinisch und in der realen, praktizierenden Tätigkeit ausbilden sollte, gibt heute weitgehend jede zahnärztliche Behandlerin vor selbstverständlich auch nachhaltig CMD zu behandeln. Dabei besteht häufig das einzige konkrete Angebot darin sogenannte "Knirscherschienen" mit etwas Gesichtsbogen aufgepeppt, als die große Lösung zu präsentieren. Und wenns noch etwas mehr sein darf, dann die Überweisung zum hauseigenen Physiotherapeuten oder Osteopathen, der zwar nichts bewirken kann, sich dafür aber umso mehr die Hände reibt.

Denn nach wie vor ist Vertrauen die absolute Grundlage des Arzt-Patienten-Verhältnisses und wenn der Patient nicht mal mehr an an das glauben darf, was ihm der aufgesuchte Behandler seines Vertrauens erzählt, woran soll ein Patient dann noch glauben?

Dabei gibt es schon lange Zeichen, dass in diesem Gesundheitssystem etwas nicht mehr stimmt. Noch frustrierender ist es zu erleben, dass Maßnahmen der Aufklärung und Information allesamt kaum noch etwas bewirken, weil sich in unserer Gesellschaft Sachargumente immer weniger durchsetzen, sondern statt dessen vorrangig Verkaufsparolen und weltanschauliche Ideologien.

Warum wohl hat die gesetzliche Krankenversicherung bereits vor etlichen Jahren ihren Sachleistungskatalog in größten Teilen von der "Kieferorthopädie" befreit? Weil man dort schon lange erkannt hat, dass kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen häufig nicht nur nichts bringen, außer Umsatz für den Kieferorthopäden, sondern viel schlimmer, zu jeder Menge unerwünschter Nebenwirkungen bei den Patienten führen können.

Statt dessen erleben wir jetzt das forcierte Anpreisen "Erwachsenenkieferorthopädischer Behandlungsmaßnahmen", verbunden mit eben denselben unerwünschten Nebenwirkungen, die wenn sie auftreten, von denselben Kieferorthopäden , die sie etabliert haben, bagatellisiert werden, wenn sie dann als Folge der kieferorthopädischen Behandlung eintreten. Nicht selten noch während der laufenden Behandlung.

Kieferorthopädie-Kopfschmerzen-Physiotherapie-Osteopathie, so lautet häufig der zeitliche Ablauf dieser Behandlungen und an allen verdienen diese Gesundheitsdienstleister und der Patient bezahlt sich dumm und dämlich und zwar lebenslang.

Das Ganze hat auch nichts mehr mit Kollegialität und "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge" aus zu tun und schon gar nicht mit "Nestbeschmutzung", sondern einfach damit, dass die Verantwortlichen, die korrigierend eingreifen müssten entweder aufgegeben haben, bewusst wegsehen, oder aber Teil des beschriebenen Problems sind.

Das Ganze geht einher mit den unaufhaltbaren Entwicklungen unseres Leben, die immer mehr ungewollter Teil unserer Alltags geworden sind.

Lügen, Halblügen, Halbwahrheiten, oder aber "Fake News" sind für uns Alltag geworden. Es scheint oftmals nur noch darum zu gehen den Leuten vermeintliche Erfolge vorzutäuschen, wo konkrete Erfolge fehlen und sich die Taschen voll zu machen, ohne dass der Patient, davon irgendeinen Vorteil hätte.

Lang genug hat man mit wohlfeilen Worten versucht die Dinge vorsichtig zu umschreiben. Dabei ist Vieles von dem, womit wir alltäglich mehr und mehr konfrontiert werden im besten Falle Betrug, im schlechtesten vorsätzliche Körperverletzung. Auch die Medizin ist inzwischen von einem kapitalistischen Grundstreben nach Gewinn durchsetzt, indem es oftmals nur noch um das schnelle Geld zu gehen scheint, koste es was es wolle und wenn es sein muss auch die Gesundheit des Patienten.

Wir haben schon an anderer Stelle immer wieder einmal darauf hingewiesen, was nicht mehr stimmt im Bereich CMD und deshalb versuchen wir, wenn man so will: "Als letztes Gefecht", das zu tun, was die Zeitschhrift der "Spiegel" so schön als Programm ausgibt: "Sagen, was ist!"

Ein anderer Kollege, "der auch gerne sagt, was ist", ist Herr Zahnarzt Kollege Gerd Christiansen in Ingolstadt.

Deshalb haben wir jetzt in diesem Internetauftritt extra einen Menuepunkt eingerichtet, unter dem Sie sich vielleicht, und vor allem die Erfahrungen, die Sie mit "CMD-Behandlern" gemacht haben, wiederfinden.

Es geht nicht darum Personen bloßzustellen!

Es geht auch nicht darum Fehler anzuprangern, die halt passieren, wenn gearbeitet wird! Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler, deshalb sind Leute, die nie Fehler machen, immer mit Vorsicht zu genießen.

Es geht darum die strukturellen Versäumnisse und damit verbundenen Lebenslügen darzustellen, die inzwischen auch in den Bereich der CMD Diagnose und CMD Behandlung vorgedrungen sind.

Dabei wird es immer schwerer und mühsamer mit Argumenten durchzudringen, weil es zunehmend nur noch um Parolen, Ideologien und Weltansichten geht und immer weniger, um die gesicherten Fakten.

Es kann nicht ausbleiben, dass sich der eine oder andere von den folgenden Darstellungen auf den Schlips getreten fühlt, aber auch wenn man die hier beschriebenen Trends als Einzelner nicht aufzuhalten vermag, bleibt wenigstens das letzte gute Gefühl, diesen Versuch unternommen zu haben, diesen unseligen Entwicklungen entgegen getreten zu sein.

Deshalb beginnen wir jetzt im Jahr 2019 auch damit in einem Video Blog diese Dinge darzustellen.

Das, was wir hier im Bereich CMD erleben ist nicht mehr das, womit wir im CMD CENTRUM KIEL und mit unserer Fachgesellschaft der DGFDT einmal angetreten sind, um unseren Patienten zu helfen.

CMD hat sich in weiten Bereichen, und wenn wir "weit" sagen, dann meinen wir auch "weit", zu einer skrupellosen Abzocke zu Lasten der betroffenen Patienten entwickelt. Patienten, die zumeist an schweren Beschwerden leiden und nicht selten als "Psychos", die sich mal nicht so anstellen sollen, abgetan werden. Nicht selten übrigens gerade von den Zahnärzten und Kieferorthopäden, die Ihnen das Thema CMD erst "eingebaut" haben.

Dabei ist die Kritik in einzelnen Bereichen geradezu vernichtend, wenn man immer wieder feststellen muss, dass die Patienten, egal ob jung oder alt, ganz bewusst nicht mit den möglichen unerwünschten Nebenwirkungen von okklusionsverändernden Behandlungen konfrontiert werden. Und zwar bevor sie eine Entscheidung über eine kostenpflichtige Behandlung fällen.

Welcher gestandene Erwachsene würde schon eine erwachsenenkieferorthopädische Behandlung in Angriff nehmen, wenn ihm der Kieferorthopäde vor der Behandlung ganz korrekt über die zwar unerwünschten, aber eben doch möglichen und regelmäßig zu beobachtenden Nebenwirkungen derartiger Therapien informieren würde? Über Wurzelresorptionen, Kieferknochenabbau, freilegende Zahnwurzeln und mögliche funktionelle Komplikationen, wie Kopf- und Gesichtsschmerzen am Ende, oder vielleicht sogar schon im Verlauf der kieferorthopädischen Behandlung. Welche besorgte Mutter würde schon ihr Kind in eine kieferorthopädische Behandlung übergeben, wenn sie korrekterweise vor der Behandlung darüber aufgeklärt werden würde, sollte ihr Kind eine Prädisposition für eine CMD besitzen, es möglicherweise im Verlauf der geplanten kieferorthopädischen Behandlung derart erkranken könnte, dass das Kind dann möglicherweise die schulische Ausbildung nicht beenden könnte? Haben Sie jemals davon gehört, dass ein Kieferorthopäde vor einer geplanten kieferorthopädischen Behandlung einen Patienten daraufhin untersucht, ob dieser möglicherweise eine funktionelle Prädisposition besitzt? Wir nicht! Es ist noch nicht lange her, als ein Kieler Kieferorthopäde sich zu der Ungeheuerlichkeit verstieg bei Kindern prophylaktisch kieferorthopädische Behandlungen durchzuführen zu wollen, um eine mögliche CMD zu verhindern. Dabei ist Kieferorthopädie häufig nicht die Lösung, sondern die Ursache funktioneller Beschwerden und genauso gut hätte man auch auf die Idee kommen können 12 jährige Mädchen schon mit einer Chemotherapie zu behandeln, damit sie später nicht an Brustkrebs erkranken.

Dabei ist es eine der Lieblingsabwehrstrategien derartiger Behandler, dann im Fall des therapeutischen Totalschadens darauf zu verweisen, dass ja angebliche dieses und jenes gar nicht wissenschaftlich gesichert sei, und im besten Falle die Frage hinterlässt, warum es eigentlich keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse gibt. Womit wir bei der Kompetenz sind, die eben gerade nicht an deutschen Universitäten liegt. Dabei vergessen die selben Kieferorthopäden Ihnen zu erzählen, dass es selbstverständlich für deren ergriffene Maßnahmen ebensowenig wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse gibt. Weil es eben auch im 21. Jahrhundert so ist, dass wir zwar Vieles vermuten, aber auch heute noch wenig wissen. Man nennt das dann "Empirische Medizin" und diese stellt auch heute noch die ganz überwiegende Grundlage ärztlicher Tätigkeit dar.

Man kann es auch anders formulieren: Jeder "Hans und Franz", heute müsste man eher sagen, jede "Greti und Pleti" macht heute einen auf CMD und erklärt sich nach dem Besuch eines "Fortbildungswochenendes" zum Spezialisten. Das kann er und inzwischen vorrangig Sie auch, weil der Begriff nicht geschützt wird und die zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft "DGFDT" sich seit vielen Jahren nicht mehr als wissenschaftlich fundierter Meinungsführer für dieses äußerst komplexe zahnärztliche Erkrankungsbild versteht, sondern als Sprachrohr einzelner Zahnärzte, deren vorrangige Bemühungen darin bestehen physiotherapeutische Maßnahmen in den Heilmittelkatalog der gesetzlichen Krankenversicherung hinein zu implentieren und immer neue Formblätter zu entwickeln, deren Neuerkenntnisgewinn inzwischen bei Null angekommen ist. Zum Glück, zumindest im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, ohne Erfolg, denn selbst die Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen haben inzwischen begriffen, dass ewige physiotherpeutische Interventionen, bis zum Sankt Nimmerleinstag, keine Lösung für gequälte "Kassen-CMD-Patienten" darstellen.

Das Problem liegt hingegen noch viel tiefer und beginnt mit der "Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie" (DGFDT) und deren Entwicklung in den vergangenen 10 Jahren.

Einst eine zahnärztliche Fachgesellschaft mit einem implizierten Selbstgefühl einer zahnärztlichen Elite und dem Blick über die Grenzen der Mundhöhle hinaus.

Bis man dann auf einmal das Ziel hatte über 1000 Mitglieder zählen zu wollen, um im Vorstand der Muttergesellschaft der DGZMK vertreten zu sein. Irgendwo nachvollziehbar, aber eben um den Preis des elitären Anspruchs. Und seitdem gibt es zwei Entwicklungen: Erstens wird die Fachgesellschaft immer größer. Zweitens immer beliebiger und austauschbarer. In den Hochzeiten der Verwirrung gab es sogar Zahnärzte, die sich inzwischen zum Professor hochgedient haben und ihe persönliche Karriere mit der Aussage vertreiben: "CMD habe gar nichts mit Okklusion zu tun!". Warum sich dann aber um das Thema CMD eine zahnärztliche Fachgesellschaft gegründet hat, konnten diese Kollegen weder damals noch heute erklären. Sind aber selbst Mitglied in der DGFDT, um dort Ihrer Profilierungssucht zu frönen.

Fortsetzung folgt.....

Lüge Nummer 1: Die Größte von allen Lügen: Alles ist heute CMD!

Viele CMD Behandler versuchen Ihnen zu erzählen, dass jede Beschwerde, an der Sie zum Beispiel im Kopfbereich laborieren, zwangsläufig der Symptomatik einer CMD zuzordnen sei und natürlich nicht nur kostenintensiv untersucht werden müsse, sondern mit Sicherheit sogar einer Therapie zuzuführen sei.

Dann kommen die üblichen Verdächtigen: "Unterschiedlich lange Beine", "Beckenschiefstand", "Wirbelsäulenskoliose", "Atlasgelenkverschiebungen". Alles CMD! Wir haben noch von keinem Patienten gehört, der sich die Beine oder die Wirbelsäule hat brechen lassen, um diese dann vermeintlich korrekt wieder zusammen schrauben zu lassen!

Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung ist bemerkenswerterweise  die "Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie" und deren Vorstand.

Das alles ist natürlich total unhaltbar und soll nur dazu dienen Sie zu verunsichern und zu vollkommen unsinnigen diagnostischen Maßnahmen zu veranlassen, zum Beispiel der Erstellung eines MRT, oder zu einer Kaudruckmessung und vielem anderen mehr. Dabei zieht aus diesen ganzen Maßnahmen nur einer Profit. Der Zahnarzt oder Kieferorthopäde, der Ihnen das empfiehlt.

Nur weil Sie an Kopfschmerzen leiden, leiden Sie noch lange nicht an einer CMD. Gleiches gilt für Halsschulternackenbeschwerden und vieles andere.

Bei Kopfschmerzen kann es sich genauso gut um einen primären Kopfschmerz handeln, der nichts aber auch gar nichts mit einer CMD zu tun hat.

Natürlich ist es sinnvoll herauszufinden, ob zum Beispiel diese Kopfschmerzen eine eigenständige Erkrankung darstellen, oder aber die Symptome einer CMD.

Nur ist der sinnvolle Weg das herauszufinden ist eben ein ganz anderer, als der oben beschriebene und vor allem ein Weg in mehreren Abschnitten, der mit billigen Maßnahmen beginnt und mit teuren endet.

Alles beginnt immer mit einem langen Gespräch. Wir nennen es "Anamnese" und dabei geht es um die Erhebung einer Krankengeschichte. Dabei bedarf es oftmals eines regelrecht detektivischen Gespürs des Behandlers, denn fast immer stellt sich im Verlauf dieses Gesprächs heraus, dass die Beschwerden des Patienten häufig schon viel länger bestehen, als dieser selbst gedacht hatte.

Erst, wenn sich in diesem ausführlichen Anamnesegespräch der Verdacht erhärtet, dass die beschriebenen Beschwerden die Symptome einer CMD darstellen könnten, sind weitere Behandlungsschritte indiziert.

Lüge Nummer 2: Es wird im Internet behauptet, dass sich die Balken biegen!

Es ist geradezu faszinierend zu erleben, welche Vielzahl an Beiträgen man im Internet, zum einen in Form von Webseiten und inzwischen auch in Form von Videobeiträgen zum Thema CMD zu lesen und zu sehen bekommt.

Da wird behauptet, dass sich die Balken biegen. Hier korrigiert die selbsternannte "CMD Spezialistin" dann gleich die Kiefergelenke! Eine absolute Weltneuheit.

Dabei fällt vor allem immer wieder eines ins Auge des aufmerksamen Betrachters.

Außer Behauptungen wird niemals etwas Konkretes belegt und dabei ist genau das heute möglich.

Durfte der Arzt früher nicht über seine Arbeit und über seine erfolgreiche Tätigkeit berichten, so ist das heute statthaft, und zwar schon lange.

Selbst die früher vollkommen obsoleten „Vorher-Nachher-Bilder“ sind heute erlaubt, wenn es der Information der Patienten dient.

Nun ist keinem der vielen Beiträge im Internet der Wille des Betreibers, inzwischen vielfach der zahnärztlichen Betreiberinnen abzusprechen, dem breiten Publikum die speziellen Fähigkeiten im Bereich CMD anzupreisen.

Allein, am Ende der fotogenen Beiträge bleibt die berechtigte Frage: "Wie viele CMD Patienten haben Sie denn nachweislich und belgbar schon erfolgreich behandelt?" Wenn Sie das hier richtig lesen: "Keinen einzigen!", denn hier wird Analyse angeboten, aber eben keine Therapie!

Die Zeiten, in denen man darauf vertrauen konnte, dass der Patient schon einen Arzt findet, der seine eigenen Grenzen kennt, sind lange vorbei. Wobei man wohl davon ausgehen muss, dass früher viele Patienten, mangels verfügbarer Informationen, nie den für sie richtigen Arzt finden konnten. Die Möglichkeiten für den Patienten sind heute größer geworden, wenn es ihm gelingt aus den Werbebotschaften der Ärzte die richtigen Erkenntnisse zu ziehen.

Trotzdem bleibt es bei der altbekannten Erkenntnis, dass man viel behaupten kann, wenn man nichts beweisen muss. Genau diesen Eindruck vermitteln die meisten dieser Video BLogs.

Und jetzt kommt natürlich der argumentative Kick back.

Wenn ich mir schon die Mühe mache die spezifischen Qualitäten meiner besonderen Behandlungs- und Verfahrensweise in die Öffentlichkeit zu transportieren, warum verzichtet die Behandlerin dann aber darauf konkrete eigene Behandlungsfälle und deren besondere Ergebnisse offenzulegen?

Dass, was bis heute jeder Konditormeister seines Fachs praktiziert, nämlich seine leckeren Torten und Gebäcke im Schaufenster zu präsentieren, damit dem interessierten Kunden im Vorübergehen das Wasser im Munde zusammenläuft und der Wunsch entsteht ein Stück der wunderbaren Torte mit nach Hause nehmen zu wollen, so hat der potentielle CMD Patient das nachvollziehbare Bedürfnis doch einmal selbst erfahren zu wollen, ob die CMD Spezialistin, die dort ihre Fähigkeiten anpreist, wirklich auch schon selbst, und das am besten mit vielfachem Erfolg, CMD Patienten in nennenswerter Zahl behandelt hat.

Denn genau dort scheidet sich für den Patienten die Spreu vom Weizen.

Ganz unbestritten werden ganz viele Patienten mit der Diagnose einer CMD behandelt und schon da darf man fragen, in wie weit die Diagnose einer CMD, bei den hier aufgezeigten Defiziten, einer Überprüfung standhält.

Noch kritischer aber bleibt zu hinterfragen, welche konkreten Behandlungsergebnisse ein Behandler oder Behandlerin denn vorzuweisen hat, denn "CMD behandelt" bedeutet ja noch lange nicht: CMD erfolgreich zu behandeln.

Ganz nebenbei hat ausnahmslos jeder Patient, der sich bis nach Kiel vorgearbeitet hat, schon mindestens eine, häufig mehrere "CMD Behandlungen", erfolglos absolviert.

Das ist und bleibt eine der großen Vorhaltungen im Bereich der CMD Werbeveranstaltungen, dass dort von vielen Behandlerinnen zwar ganz viel angepriesen und noch mehr behauptet, aber so gut wie nichts von diesen Behauptungen konkret belegt wird.

Etwa so, wie der Konditormeister, der zwar leckere Torten zu backen, die aber noch niemals Jemand gesehen, geschweige denn hätte probieren oder genießen können.

Insofern bleibt die Aussage, dass man wohl mit Fug und Recht davon ausgehen muss, dass viele, vermutlich sehr viele dieser Videos eher reine Werbebotschaften sind, ohne konkret belegten behandlerischen Hintergrund. Dass hier inzwischen Zahnärztinnen das Bild dominieren, ist dabei der bekannten Entwicklung der Zahnheilkunde geschuldet und zeigt nur einmal mehr, dass Frauen a. nichts besser machen, als Männer und b. das, was sie machen, eben nur mit anderen Mitteln umsetzen.

Dem aufgeregten Schrei einer "frauenfeindlichen Darstellung" sehen wir entspannt entgegen, denn auch das ist gesellschaftspolitisches Mittel zum Zweck. Kritik an Frauen ist dort per se schon einmal frauenfeindlich, dabei ist bei einem Durchdringungsgrad von 80% Frauenanteil in der Zahnheilkunde, bei den Studierenden, Zahnarztkritik inzwischen Zahnärztinnenkritik und damit ganz automatisch eben gleichzeitig auch Frauenkritik.

Lüge Nummer 3: CMD ist eine Erkrankung die interdisziplinär abgeklärt werden muss!

Jede, ausnahmslos jede Erkrankung muss interdisziplinär abgeklärt werden.

Weil nämlich immer, ausnahmslos immer, drei Faktoren an der Entstehung einer Erkrankung beteiligt sind:

  1. Ein lokaler Faktor
  2. Ein systemischer Faktor
  3. Die Psyche

Das ist aber nicht nur bei einer CMD so, sondern auch bei Krebs und sogar bei Fußpilz.

Genau deshalb bekommt ja der eine, beim Laufen im Schwimmbad, einen Fußpilz und der andere nicht!

Was nun aber die „Geschäftemacher“ dem Patienten eigentlich wirklich sagen wollen ist:

Geh mit Deinen Beschwerden zum CMD Zahnarzt, der schleust Dich dann einmal durch das sogenannten „Kettenkarussel“. Das reicht dann vom Physiotherapeuten bis zum Neurologen. Jeder darf den Patienten dann mal „privat“ untersuchen und eine privatärztliche Rechnung ausstellen. Dabei heraus kommt natürlich praktisch: Nichts!

Außer den vielen Termine, Arztbesuchen und Rechnungen.

Das absolut absurde an diesem Konzept ist aber etwas ganz anderes, nämlich die Realität.

Ein CMD Patient geht niemals mit seinen Beschwerden erst zum CMD Zahnarzt.

Ein CMD Patient geht mit seinen Kopfschmerzen zum Hausarzt. Dann geht er zum HNO Arzt, dann vielleicht zum Orthopäden, Neurologen, Heilpraktiker, Physiotherapeuten und zum Osteopathen.

Ganz am Ende dieses Weges, nachdem der vermeintliche CMD Patient alle Ärzte abgeklappert hat, kommt er auf die Idee zu einem CMD Zahnarzt zu gehen.

Ganz ungewollt hat der mögliche CMD Patient da aber bereits die interdisziplinären Abklärungen vornehmen lassen.

Mit welchem Sinn sollte nun der CMD Spezialist den Patienten erneut bei Pontius bis Pilatus vorstellen, außer dazu, dass die ganzen befreundeten Netzwerkärzte und Gesundheitsdienstleister sich nochmals an erneuten interdisziplinären Untersuchungen die Taschen voll machen.

Man muss also davon ausgehen, da eben gerade das der typische Weg eines typischen CMD Patienten ist, dass die interdisziplinären Abklärungen bereits erfolgt sind, bevor der Patient beim spezialisierten CMD Zahnarzt aufschlägt.

Man muss also davon ausgehen, dass die großen Propheten, die der Interdisziplinarität das Wort reden, nicht nur keine Ahnung davon haben, dass ausnahmslos jede Erkrankung immer interdisziplinär abzuklären ist und zum anderen vermutlich mit CMD Patienten nichts, aber auch gar nichts zu tun haben, sonst wüssten Sie nämlich um die hier beschriebene Realität.

Und das ist eben gerade das Unbegreifliche, dass die Vertreter der „Interdisziplinarität im Bereich CMD“, offensichtlich nicht in der Realität tätig sind, genau dort aber das große Wort führen.

Fest steht aber auch eines: Wenn Sie an einem Fußpilz leiden, würde Niemand auf die Idee kommen, Sie durch ein Netzwerk von Fachärzten zu lotsen, dabei wäre es durchaus denkbar, dass ein Patient mit Übergewicht, einer ph-Wert Veränderung im Körper oder gar mit O-Beinen daran leidet, dass die Füße nicht gleichmäßig belastet werden, und es deshalb an der vierten Zehe des rechten Fußes zu einer Mangelversorgung mit Blut kommt, was wiederum dem Eintritt von Fußpilzviren Tür und Tor öffnet. Sie also korrekterweise erst abnehmen, den ph-Wert in Ihrem Körper normalisieren müssten, um sich letzten Endes die Beine brechen und gerade zusammenschrauben lassen müssten, bevor dann am Ende eine Behandlung Ihres Fußpilzes beginnen könnte.

Genau das erzählen Ihnen die „CMD Theoretiker“ und eins weiß man als Sachkundiger dann genau: Dort ist mit großer Wahrscheinlichkeit noch niemals ein CMD Patient erfolgreich behandelt worden!

Lüge Nummer 4: Sinnlose Therapien ohne aussagefähige Diagnostik!

Kennen Sie den Unterschied zwischen Diagnose und Therapie?

Wenn man dem Vorgehen mancher CMD Spezialisten folgt, gewinnt man den Eindruck, dass der Unterschied dort oftmals auch nicht bekannt ist.

Jede Therapie setzt erst einmal eine Diagnose voraus.

Anders herum: Ohne Diagnose keine Therapie.

Wie kommt der Arzt zur Diagnose?

Indem er Befunde erhebt, eine Anamnese (Krankengeschichte) ergründet und richtig, im Bereich CMD reicht auch das noch nicht.

Es muss der Nachweis der Kausalität erbracht werden, dass die Beschwerden des Patienten überhaupt etwas mit seinem Kauorgan zu tun haben.

Denn warum sonst handelt es sich bei der Erkrankung CMD um eine Krankheit, die von einer zahnärztlichen Fachgesellschaft vertreten wird.

CMD heißt "Craniomandibuläre Dysfunktion". Das heißt eine gestörte Funktion im Zusammenspiel des Unterkiefers (mandibulär) zum Gesichtsschädel (cranio).

Dieses Zusammenspiel kommt letzten Endes dadurch zustande, dass die Zähne des Oberkiefer mit den Zähnen des Unterkiefers zusammen wirken und es dabei zu Belastungen von Kieferknochen, Kiefergelenken und Kiefermuskeln kommt.

Wenn es in diesem Zusammenspiel zu Störungen kommt, leidet der Patient an einer Vielzahl von Beschwerden.

Ganz typisch führt die Funktionsstörung der Kiefermuskeln im Schläfenbereich zu den bekannten Schläfenkopfschmerzen! Was dort also weht tut ist nichts anderes, als fehlbelastete Kiefermuskulatur. Das ist noch der einfachste Fall. Die Beschwerden einer CMD gehen aber noch weit über den Kopf- und Gesichtsbereich  hinaus und führen zu den ungewöhnlichsten Beschwerden.

Wozu es führt, wenn der Arzt einfach ohne belastbare Diagnostik mit einer Therapie loslegt Sie an diesem Fall.

Ohne jede belegbare und nachvollziehbare Diagnose wurden diesem Patienten 16 Zähne beschliffen und mit Plastikkronen versorgt. Das Ganze mit dem Ergebnis, dass der Patient nach dieser Therapie noch mehr Beschwerden hat, als vor der Therapie hatte, und darüber hinaus nun mit beschliffenen Zähnen herumläuft, die wie bei einer tickenden Zeitbombe in absehbarer Zeit mit definitiven, zahntechnischen Restaurationen versorgt werden müssen, weil die Zähne ansonsten verloren gehen werden. Hinzu kommt, dass im Sinne einer funktionellen Einstellung der Okklusion mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch mehr Zähne in die Rekonstruktion mit einbezogen werden müssen. Das aber wird erst eine Instrumentelle Okklusionsanalyse erbringen müssen, die es noch zu erbringen gilt.

Gleiches gilt in aller Regel für Kieferorthopädische Behandlungen im Zusammenhang mit einer CMD. Hier kommt es nur häufig dazu, dass sich die Behandlungssituation durch die kieferorthopädisch gewollten Zahnstellungsänderungen noch weiter verschlechtert. Das sicherste Zeichen, dass der Kieferorthopäde aus funktioneller Sicht nicht weiß, was er tut, sind unserer langjährigen Erfahrung nach: "Dauerretainer". Sie zeigen vor allem eines: Dass die Zähne, dort wo der Kieferorthopäde sie hingestellt hat, nicht stehen bleiben würden, wenn man den "Maschendraht im Mund" entfernen würde.

Lüge Nummer 5: Absolut sinnlose MRT Untersuchungen, der T-Scan und fragwürdige Elektronische Stützstiftregistrierungen!

Eine der größten Abzocker Lügen im Bereich CMD besteht darin Ihnen ein MRT anzudrehen. Anders kann man das gar nicht ausdrücken. Dabei ist die Sachlage ganz einfach. MRT sind im Bereich CMD im Bereich der klinischen Standarbehandlung ohne, absolut ohne jeden Erkenntniswert. Siehe hierzu die S 2 K Leitlinie. Dass diese vollkommen sinnlose und zudem auch noch teure bildgebende Verfahrenstechnik in bestimmten CMD Zentren systematisch Anwendung findet, beschreibt das Problem, ohne es erklären zu können.

Hier können Sie auch nachlesen welchen Sinn es macht, oder auch nicht, sich mit einem elektronischen Stützstiftsystem, wie u.a. dem "DIR-System" untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen.

Ein Behandler, der versucht Ihnen ein MRT anzudrehen, davon sollten Sie ausgehen, auch wenn er es nicht selbst erstellt, erhält vermutlich eine sogenannte Kick back Zahlung von dem, der das MRT erstellt. Erzählen wird Ihnen das Niemand.

Ganz neu sind sogenannte "CINE-MRT" oder "Funktions-MRT" des Kiefergelenks. Videos, die viel Geld kosten und keinerlei konkreten Erkenntnisgewinn zulassen, außer dass die Geräte ausgelastet werden.

Ganz besonders beliebt auch der "T-Scan", ein Gerät mit dem man messen kann, ob beide Kaumuskelseiten die gleiche Kraft entwickeln. Machen Sie natürlich genauso wenig, wie Ihre beiden Arme oder Hände, die ganz natürlicherweise unterschiedlich starke Kraft entwickeln, oder, Fußballer werden es wissen, die beiden Beine. Aber, wenn es um CMD geht ist das natürlich krank, dass Sie eine bevorzugte Kauseite haben und muss behandelt werden! Wir dürfen es Ihnen vorher verraten. Nach der Behandlung haben Sie immer noch eine bevorzugte Kauseite, vermutlich die mit der größeren Kraftentfaltung.

Lüge Nummer 6: Die Kompetenz liegt an den Universitäten!

Hier kann man korrekterweise nicht einmal von einer Lüge sprechen, denn nicht einmal die Universitätsvertreter behaupten, an den Universitätszahnkliniken läge die behandlerische Kompetenz im Bereich CMD. Es sind eher Patienten, die das glauben mögen. Es gibt in Deutschland keine einzige Universität mit einem Lehrstuhl für „Funktionsdiagnostik und –therapie“.

Die klinische Behandlung von CMD Patienten wurde schon immer von wenigen niedergelassenen Praktikern vorangetrieben und selbst hier reduziert sich eher der Elan, was auch mit der genderbedingten Umstrukturierung der Zahnheilkunde zu tun hat.

Wenn die praktizierte Kompetenz im Bereich CMD irgendwo nicht liegt: Dann an den Universitäten. Deren Kernkompetenz beschränkt sich inzwischen darauf Studien, mit auf Anhieb erkennbaren methodischen Mängeln zu Metastudien zu verarbeiten und Theoriekurse zu veranstalten, deren Ziele einzig darin zu liegen scheinen, inzwischen vorrangig Zahnärztinnen mit ein paar Theoriewochenenden zu "CMD-Spezialistinnen" zu küren und sich selbst die Kurshonorare für gekaufte Qualifikationstitel in die Tasche zu schieben. Derart korrupt muss man das System wohl inzwischen beim Namen nennen, denn welchen Sinn sollte es sonst haben, dass man sich als Zahnarzt zum einen selbst einen Tätigkeitsschwerpunkt CMD verleihen darf, oder aber spezialisiert auf Grund eines absolvierten Theorie "Curriculums" oder auch al CMD Spezialist bezeichnen darf, ohne auch nur im Ansatz belegen zu müssen, dass man auch nur einen einzigen CMD Patienten mit Erfolg behandelt hat?

Lüge Nummer 7: (Bo...) ein Nervengift, dessen Name hier bei Google nicht genannt werden darf und der große Hit an Schmerzkliniken ist

Die Symptome einer CMD, hier vor allem unerträgliche Kopf und Gesichtsschmerzen haben sich inzwischen auch in vielen Schmerzkliniken als eine einträgliche und vor allem dauerhafte Einnahmequelle entwickelt. Denn auch dort will man an dem Thema teilhaben und profitieren. Also wird den Patienten erzählt, bevor man sich die Zähne behandlen und den Biss einstellen lassen, wäre es doch viel angenehmer sich alle 6 Wochen bis 3 Monate ein Nervengift in die schmerzhafte Muskulatur spritzen zu lassen. Nicht, dass diese Schmerzmedizinier es nicht besser wissen könnten!

Schmerzpatienten sind eine äußerst äußerst einträgliche Einnahmequelle, vor allem dann, wenn man sie als chronische Schmerzpatienten praktisch bis in alle Ewigkeiten behandeln und als Einahmequelle sichern kann und genau das passiert, wenn CMD Patienten sich vertrauensvoll in die Hände von Schmerzmediziniern begeben, die als einzige Lösung des Problems dann besagtes Nervengift präsentieren, statt den Patienten dahin zu schicken, wo er hin gehört. Dass das Nervengift auch Nebenwirkungen hat und den Patienten zur Dauermelkkuh des Schmerztherapeuten macht, wird selbstverständlich systematisch verschwiegen.

Lüge Nummer 8: Mit kieferorthopädischen Maßnahmen sei es möglich eine CMD zu behandeln!

Wir kennen keinen einzigen Fall, indem nachvollziehbar eine nach den üblichen Standards diagnostizierte CMD allein mit Hilfe kieferorthopädischer Maßnahmen erfolgreich und vor allem auch nachhaltig behandelt worden wäre.

Wir kennen hingegen jede Menge Fälle, die Sie hier finden, in denen im Zusammenhang mit kieferorthopädischen Behandlungen, zunehmend mehr auch erwachsenenkieferorthopädische Behandlungen, funktionelle Beschwerden etabliert oder auch verstärkt worden sind.

Der Hauptvorwurf, der hier erhoben wird ist aber ein ganz anderer:

1. Eine vollkommen unkritische Haltung vieler Kieferorthopäden zu den eigenen Möglichkeiten und Grenzen des Fachgebiets.

2. Eine vollkommen unzureichende Aufklärung der Patienten (Erwachsene) und Erziehungsberechtigten (Kinder) zu den potentiellen unerwünschten Nebenwirkungen kieferorthopädischer Behandlungen.

Es ist daher ausdrücklich zu begrüßen, dass Kritik nicht nur von den gesetzlichen Krankenkassen erfolgte, die die Kassenkieferorthopädie praktisch abgeschafft hat, sondern auch der Bundesrechnungshof hat zu Recht die nicht nachgewiesene Wirksamkeit kieferorthopädischer Behandlungen bemängelt.

Mit Recht verweisen Kieferorthopäden darauf, dass die Kritik an deren Behandlungsmethoden wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Genauso wenig aber ist deren Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit durch wissenschaftliche Methoden nachgewiesen.

Lüge Nummer 9: Der unzufriedene Patient, immer schnell mit einer Bewertung im Internet zur Hand!

Daran laborieren ja nicht nur wir Ärzte und dennoch fragt man sich, warum es Leute gibt, die nur dann eine Meinung haben, wenn sie anonym und aus dem Hinterhalt agieren können.

Wir schreiben es jetzt einmal ganz deutlich: Es sind in aller Regel Menschen mit begrenztem Intellekt, denen all das fehlt, was Sie anderen absprechen, und sich prinzipiell bei uns über 2 Dinge beschweren.

1. Alles sei zu teuer!

2. Der schlecht bewertete Arzt habe ihnen nicht helfen können!

Zu: 1. Nun kann man darüber streiten, ob es richtig oder falsch ist, dass eine Stunde in einer Spezialzahnarztpraxis mit einem Behandler und 3 Angestellten einen Stundenumsatz von 250 bis 300,-€ erbringen muss. Es ist jedenfalls so und ändert sich auch nicht deshalb, weil der hier genannte Bewerter selbst keine 300,-€ Stundenlohn erhält. Der Betreiber eines CMD Centrums übrigens auch nicht. Fest steht aber eines: Wenn ein Patient die Leistung eines CMD Spezialisten und dessen Teams in Anspruch nimmt, dann muss das auch vergütet werden. Entgegen dem, was hier immer wieder einmal zu lesen ist, wussten die Betreffenden das auch vor der Behandlung.

Zu: 2. Tief blicken lässt in diesen Fällen dann der Vorwurf man habe dem Patienten nicht helfen können. Dazu lässt sich genauso einfach erwidern, dass das auch nicht der Sinn der ersten Untersuchung war. Der Sinn der ersten Untersuchung war herauszufinden, ob der Patient überhaupt an einer CMD leidet. Wenn er das nicht tut, sind selbstverständlich die bis dahin ergriffenen Maßnahmen dennoch zu bezahlen. Wer eine Krebsvorsorgediagnostik durchführen lässt und beglückt feststellt, dass er keinen  Krebs hat, kommt auch nicht auf die Idee, dass die Untersuchungen dann nicht zu bezahlen wären.

Meist liegt aber der Fall noch ganz anders, dass es nämlich gelingt eine CMD nachzuweisen, nur der Patient entweder falsch oder gar nicht versichert ist, was das Thema CMD betrifft und auch nicht in der Lage die nunmehr notwendigen Maßnahmen zur Behandlung einer CMD selbst zu zahlen. Daran ist nun selbstverständlich der Arzt schuld. Hier der Dr. von Peschke, der es herausgefunden hat und nun nicht bereit ist den Patienten kostenlos zu behandeln, obwohl er doch angeblich einen Eid geschworen hat. Und deshalb bekommt er jetzt eine schlechte Bewertung. Und wenn wir schon dabei sind, ist der dann arrogant, zieht den Leuten das Geld aus der Tasche und deshalb sollte man da auch nicht hingehen, denn ein anderer, der richtig versichert ist oder aber bereit und in der Lage ist das Geld für eine Beseitigung seiner Beschwerden zu bezahlen, dem soll es natürlich nicht besser ergehen, als dem anonymen Bewerter, der seinen Frust im Internet ablädt und mit seinen Beschwerden den nächsten Arzt aufsucht, der zum einen kompetent sein muss und willens diesen Bewerter am besten kostenlos zu behandeln und zu heilen. Schaut man sich dann die Bewertungsverläufe dieser Leute an, dann haben die irgendwie immer nur das riesengroßegroße Pech stets nur an die schlechten Ärzte, KFZ-Werkstätten und Lokale zu geraten.

Lüge Nummer 10: Diagnostik um der Diagnostik willen! Koste es was es wolle!

Sie müssen schon genau hinschauen, was Ihnen alles im Bereich CMD angeboten wird!

Vor allem eines: Diagnostik und/oder Analyse.

Das Tolle daran ist nämlich folgendes:

Im Rahmen einer vermeintlichen Diagnostik oder Analyse können Sie dem Patienten ja das Tollste aus dem Reich der Sagen und Märchen erzählen und sich gewiss sein, dass der Patient mit offenem Mund an ihren Lippen hängt und Sie, inzwischen ja die selbst ernannte CMD Spezialistin erzählt Ihnen von wahren Wundertaten.

Allein, es kommt nichts, denn Therapie machen diese Damen und Herren ganz bewusst nicht.

Warum? Ganz einfach, weil der Arzt im Rahmen der Therapie erst beweisen muss, dass seine Diagnose überhaupt stimmt.

Wenn man so will bestätigt erst die erfolgreiche Therapie die eingangs gestellte Diagnose.

Es ist schon schlecht, wenn man bei Ihnen einen entzündeten Blinddarm diagnostiziert, den Bauch aufschneidet und dann nichts findet, weil sich nämlich inzwischen herausgestellt hat, dass die Patientin leider nur  die Regel hatte.

Insofern ist man als Arzt fein raus, wenn man zwar munter und natürlich kostenpflichtig  tagein tagaus herum diagnostiziert, aber leider keinerlei Kompetenz besitzt die erhobenen Befunde in eine korrekte Diagnose und eine nachfolgende Therapie umzusetzen.

Man kann natürlich auch sagen: Zum Glück machen besagte Behandler nicht auch noch Therapie, aber die Wahrheit ist natürlich die, dass Sie das Geld, egal wie viel es ist, für derartige Diagnostik ohne Konsequenzen auch gleich zum Fenster hinaus schmeißen könnten. Zumindest haben Sie noch Glück, dass man Ihnen dort außer CMD Diagnostik nicht auch noch eine Therapie angedeihen lässt.

Welchen Sinn es aber haben soll Patienten ausschließlich funktionsanalytisch zu untersuchen, ohne in der Lage zu seine aus den erhobenen Befunden und Erkenntnissen dann auch eine Therapie zu entwickeln, erschließt sich nicht wirklich und Ihnen vermutlich nun auch nicht mehr.

Besagte Zahnärztin hat natürlich keine nennenswerten Kenntnisse auf dem Gebiet funktioneller Erkrankungen und behauptet das auch nicht einmal von sich selbst.

Lüge Nummer 11: Die Bruxismus Lüge! (Ganz frisch auf dem Markt)

Wenn man glaubt, nun hätte man wirklich alles durch, kommt doch glatt wieder noch etwas ganz Neues.

Bruxismus? Lange bekannt, nicht wirklich etwas umwerfend Neues.

Wenn da nicht ein klitzekleines Detail wäre!

Was ist nun der ganze kriegsentscheid Unterschied zwischen einem Bruxismus und einer CMD?

In beiden Fällen, sprich Krankheitsbildern können die Zähne beschädigt werden. Bei einer CMD eher weniger, als bei einem Bruxismus.

Wenn man so will entsteht bei beiden Krankheitsbildern eine zahnmedizinische Behandlungsnotwendigkeit, aufgrund der Beschädigung der Zahnhartsubstanzen..

Während CMD eine Erkrankung ist, bei der ursächlich Störungen der Okklusion verantwortlich für die Beschwerden des Patienten sind, liegt die eigentlich Ursache eines Bruxismus im Psychiatrischen Bereich.

Deshalb sind Bruxismus Patienten nur mit äußerster Vorsicht zahnmedizinisch zu behandeln, weil nämlich die Gefahr besteht, dass der Patient mit seinen aufwändig zahntechnisch reparierten Zähnen genau das gleiche macht, wie vorher mit seinen eigenen Zähnen.

Von daher muss man sich ganz genau überlegen, ob es in einem derartigen Fall überhaupt Sinn macht Geld in dieses Kauorgan zu stecken. Tendenziell eher weniger.

Nun fragt man sich natürlich worin der Charme für den Zahnarzt liegen könnte vom bisherigen Thema CMD nunmehr auf das Thema Bruxismus umzuschwenken!

Auf den ersten Blick klingt es nicht einleuchtend, auf den zweiten Blick dann aber schon.

Wenn der Zahnarzt nun seinem Patienten erklärt, dessen kaputten Zähne müssten flugs instand gesetzt werden, weil dieser an einem Bruxismus leide, dabei aber geflissentlich zu erwähnen vergisst, dass das eigentlich nur mit äußerster Vorsicht erfolgen sollte, weil nämlich mit ziemlich großer Sicherheit davon auszugehen sei, dass die reparierten Zähne nicht lange repariert bleiben, und der Patient, weil man ihm nicht seine Störungen der Okklusion entfernt, wie man das bei einer CMD Behandlung tunlichst machen sollte, danach genauso mit den Zähnen weiterknirscht, dann wird derselbe Behandler, oder auch Behandlerin dem verdutzten Patienten nachfolgend erklären, dass daran natürlich nicht der Zahnarzt schuld sei, sondern der Bruxismus des Patienten, der definitionsbedingt einen psychiatrischen Hintergrund besitzt.

Man könnte es auch so formulieren: Wenn ein Behandler bei einem Patienten eine CMD diagnostiziert, deren Behandlung konsequenterweise darin bestehen müsste eine Okklusion im Bereich weniger 1/1000 Millimeter, und das nach bestimmten Kriterien einzustellen, und wenn das nicht gelingt sich mit dem Problem auseinandersetzen muss, dass die Behandlerin, die das vielleicht doch nicht so gut konnte, wie die Selbsteinschätzung, nach einem Wochenendkurs zur CMD Spezialistin gereift zu sein, so kann dieselbe Zahnärztin, nach dem kapitalen Behandlungsmisserfolg treuherzig erklären, an dem Fortbestehen des Zähneknirschens, und damit nun der Zerstörung der gerade neu eingesetzten Kronen, sei nicht die die nicht indizierte zahnärztlich prothetische Behandlung schuld, sondern die psychiatrische Situation des Patienten. Dass man diesen eigentlich vor der Behandlung darüber hätte aufklären müssen, dass wenn er an einem Bruxismus leidet, man ihm mit neuen Kronen gar nicht würde helfen können, tja, das hat man dann halt geflissentlich vergessen.              

Wenn Sie das verstanden haben, dann ist Ihnen auch klar, warum der zahnärztliche Funktionszug nun auf einmal in Richtung Bruxismus unterwegs ist.

Die Antwort ist ganz einfach, weil wenn das nicht funktioniert, was die vermeintlich funktionsorietnierte Zahnärztin da im Munde des Patienten abliefert, dann liegt das nicht an einer unzureichenden Einstellung der Okklsion im Bereich weniger Mikrometer, sondern an der Psyche des Patienten.

Weil es für den zahnärztlichen Behandler im Misserfolgsfall viel einfacher zu erklären ist, dass er oder sie eigentlich gar nichts dazu kann, dass die erbrachte aufwändige zahnärztliche Behandlung in einem Misserfolg geendet ist.